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Abwärtstrend: Arktisches Meereis schrumpft stärker als erwartet

  • 21. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Die Entwicklung des arktischen Meereises zeigt weiterhin einen deutlichen Abwärtstrend. Eine aktuelle Studie britischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, veröffentlicht im Fachmagazin PNAS, kommt zu dem Schluss, dass von einer dauerhaften Erholung der winterlichen Eisflächen keine Rede sein kann. Besonders die Messwerte aus den Jahren 2025 und 2026 verdeutlichen die anhaltende Veränderung in der Nordpolarregion. Mehr dazu in den Klima-News.


Rekordwerte markieren eine neue Dimension des Rückgangs


Die Satellitendaten zeigen, dass die Meereisausdehnung in diesen beiden Wintern so gering war wie nie zuvor beziehungsweise nahezu auf einem historischen Tiefstand lag. Damit setzt sich der langfristige Verlust des arktischen Eises fort. Besonders auffällig war der Zeitraum zwischen 2024 und 2025: Die Eisfläche verringerte sich innerhalb eines Jahres um knapp sechs Prozent – der stärkste jemals dokumentierte Rückgang.


Kurzfristige Schwankungen erklären keine Trendwende


Die Forschenden weisen darauf hin, dass die vergleichsweise stabile Entwicklung zu Beginn der 2020er-Jahre lediglich eine natürliche Schwankung innerhalb des langfristigen Trends darstellte. Eine echte Unterbrechung des Eisverlustes habe es demnach nicht gegeben.


Auch Klimamodelle bestätigen diese Einschätzung: Der außergewöhnlich starke Rückgang im Winter 2025 war zwar bemerkenswert, bewegte sich jedoch noch innerhalb der Bereiche, die durch die Modelle als möglich angesehen werden.


Weniger Eis verstärkt die Erwärmung der Arktis


Der Verlust des Meereises beeinflusst den globalen Meeresspiegel nicht direkt, da schwimmendes Eis bereits Wasser verdrängt. Dennoch hat die Entwicklung erhebliche Auswirkungen auf das Klimasystem. Eine kleinere Eisfläche bedeutet, dass weniger Sonnenstrahlung zurück ins All reflektiert wird. Dadurch kann sich die Arktis schneller erwärmen.


Folgen reichen bis nach Europa


Die Veränderungen in der Arktis können auch das Wettergeschehen in Europa beeinflussen. Ein Zusammenhang wird unter anderem mit extremen Wetterereignissen wie starken Schneefällen diskutiert. Durch die fehlende Eisdecke gelangt mehr Wasser durch Verdunstung in die Atmosphäre. Diese zusätzliche Feuchtigkeit kann anschließend mit Luftströmungen weiter nach Süden transportiert werden.

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