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Achtsamkeit im Alltag: So schützt du dich vor negativer Energie und emotionaler Belastung

30. Aug.
2 Min. Lesezeit

Die Menschen, mit denen wir regelmäßig Zeit verbringen, haben einen erheblichen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Ständige Kritik, Pessimismus oder Konflikte können auf Dauer dazu führen, dass auch wir uns belastet und erschöpft fühlen. Besonders schwierig wird es, wenn jemand immer wieder schlechte Stimmung verbreitet, andere manipuliert oder uns das Gefühl gibt, nicht gut genug zu sein. Mehr dazu jetzt in "Mindful Monday" im LSJonline-Mittagsmagazin.


Natürlich lässt sich nicht jeder belastende Kontakt einfach vermeiden. Während wir Freundschaften gegebenenfalls beenden oder reduzieren können, sieht es bei Familienmitgliedern oder Kolleginnen und Kollegen oft anders aus. Umso wichtiger ist es, Strategien zu entwickeln, die helfen, mit schwierigen Persönlichkeiten umzugehen, ohne sich selbst emotional mitreißen zu lassen.


Mit Abstand und innerer Ruhe reagieren


1. Den Fokus auf sich selbst richten

Manche Menschen lassen sich auch durch klare Worte oder gut gemeinte Gespräche kaum verändern. Steht ein unvermeidbares Treffen bevor, kann es deshalb hilfreicher sein, die eigene innere Haltung bewusst zu stärken.


Achtsamkeit kann dabei unterstützen, ruhig zu bleiben. Atme bewusst langsam ein und aus, lockere deine Schultern und versuche, dich gedanklich auf etwas Angenehmes zu konzentrieren. Vielleicht denkst du an einen schönen Ort, einen entspannten Moment oder etwas, das dir Sicherheit gibt. Entscheidend ist, die negative Stimmung des anderen wahrzunehmen, ohne sie zu deiner eigenen zu machen.


2. Verständnis zeigen, ohne alles mitzufühlen

Empathie bedeutet nicht automatisch, dass wir die Gefühle anderer Menschen vollständig übernehmen müssen. Es kann hilfreich sein, zwischen Verstehen und Mitleiden zu unterscheiden.


Vielleicht gibt es nachvollziehbare Gründe dafür, warum sich jemand verletzend, pessimistisch oder manipulativ verhält. Persönliche Erfahrungen, schwierige Familienverhältnisse oder frühere Belastungen können eine Rolle spielen. Diese Hintergründe zu erkennen, kann Verständnis schaffen. Gleichzeitig sollte daraus keine Verpflichtung entstehen, schädliches Verhalten hinzunehmen.


Gerade sehr einfühlsame Menschen profitieren davon, Mitgefühl mit einer Person zu haben und trotzdem emotional auf Abstand zu bleiben. Verständnis ist möglich, ohne die Verantwortung für die Gefühle oder Probleme des Gegenübers zu übernehmen.


3. Schwierige Themen offen ansprechen

Wenn der Kontakt regelmäßig stattfindet und das Verhalten dauerhaft belastend ist, kann ein direktes Gespräch sinnvoll sein. Wichtig ist dabei, möglichst ruhig zu bleiben und die eigenen Empfindungen zu beschreiben, statt den anderen anzugreifen.


Statt zu sagen: „Du bist immer so negativ“, könnte man beispielsweise formulieren: „Ich merke, dass mich diese Gespräche zunehmend belasten und ich mich damit nicht wohlfühle.“ Solche Ich-Botschaften verringern die Wahrscheinlichkeit, dass das Gespräch sofort in einen Streit ausartet.


Bei einem vertrauten Verhältnis kann es außerdem angebracht sein, vorsichtig darauf hinzuweisen, dass hinter dauerhaftem Pessimismus oder starkem Leidensdruck möglicherweise ein tieferliegendes Problem steckt. Professionelle Unterstützung kann in solchen Fällen eine wichtige Hilfe sein.


4. Eigene Grenzen konsequent schützen

Eine der wichtigsten Maßnahmen im Umgang mit belastenden Menschen besteht darin, die eigenen Grenzen ernst zu nehmen. Niemand muss sich dauerhaft in Gespräche verwickeln lassen, die nur aus Lästereien, Angriffen oder negativen Gedanken bestehen.


Grenzen können ganz unterschiedlich aussehen. Manchmal reicht es, ein Gespräch zeitlich zu begrenzen oder ein Thema bewusst zu wechseln. In anderen Situationen ist ein deutliches Nein notwendig. Wenn jemand versucht, dich in Konflikte oder abwertende Gespräche hineinzuziehen, kannst du klar signalisieren, dass du daran nicht teilnehmen möchtest.


Bei persönlichen Angriffen kann es helfen, auf eine sachliche Gesprächsebene hinzuweisen. Ist das nicht möglich und wird die Situation zunehmend unangenehm, darfst du dich zurückziehen oder das Gespräch beenden.

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