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Altenheime und Krankenhäuser: Patientenschützer sehen große Defizite beim Hitzeschutz

31. Mai
1 Min. Lesezeit

Nach Einschätzung der Stiftung Patientenschutz sind viele Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen auf zunehmende Hitzeperioden nicht ausreichend vorbereitet. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Der Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch, sieht insbesondere bei grundlegenden Schutzmaßnahmen erhebliche Defizite und fordert ein entschlossenes Handeln von Bund und Ländern.


Fehlende Schutzmaßnahmen in vielen Einrichtungen


Brysch kritisiert, dass selbst einfache Vorkehrungen gegen hohe Temperaturen häufig nicht umgesetzt werden. So mangele es vielerorts bereits an wirksamen Verschattungen von Gebäuden. Dabei verweist er auf bestehende Konzepte, deren Umsetzung seiner Ansicht nach oft an den finanziellen Aufwendungen scheitere: „Hitzeschutzpläne enden dort, wo der Patientenschutz Geld kostet“.


Forderungen an Politik und Bauwesen


Aus Sicht der Stiftung müssen bestehende Gebäude stärker an die veränderten klimatischen Bedingungen angepasst werden. Für neue Einrichtungen wird gefordert, dass die Raumtemperatur dauerhaft unter 25 Grad Celsius bleibt. Damit dies flächendeckend umgesetzt werden kann, seien verbindliche baurechtliche Vorgaben in allen Bundesländern notwendig.


Zudem fordert die Stiftung, dass Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und Bundesklimaschutzminister Carsten Schneider noch im laufenden Jahr feste Zusagen für entsprechende Investitionen machen.


Unterstützung durch den Sozialverband VdK


Auch der Sozialverband VdK Deutschland sieht beim Schutz vor extremer Hitze erheblichen Nachholbedarf. Nach Ansicht des Verbandes sind zahlreiche Pflegeheime und Kliniken weiterhin nicht ausreichend auf künftige Hitzewellen vorbereitet. Besonders ältere Gebäude ohne moderne Kühlsysteme könnten die gesundheitliche Belastung für Patienten und Bewohner zusätzlich erhöhen.


Die Präsidentin des Verbandes, Verena Bentele, betont: „Viele Pflegeheime und Krankenhäuser sind immer noch auf die kommenden Hitzewellen unzureichend vorbereitet. Alte Gebäude ohne Klimaanlage belasten zusätzlich die Gesundheit von Patienten und Bewohnerinnen. Daher wäre es wichtig, dass Heime und Kliniken für einen effektiven Hitzeschutz aufgerüstet werden“.


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