Bauchweh bei Babys: Ursachen, Hilfen und Tipps für entspannte kleine Bäuche
- 6. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Bauchschmerzen bei Säuglingen sind keine Seltenheit und können unterschiedliche Auslöser haben. Besonders in den ersten Wochen nach der Geburt steht für dein Baby vieles auf dem Kopf.
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Neue Eindrücke, ein ungewohnter Tagesablauf und vor allem die Nahrungsaufnahme. All das muss sich erst einspielen. In dieser sensiblen Phase reagiert der kleine Körper oft mit Unwohlsein im Bauch. Für Eltern ist es jedoch nicht immer einfach zu erkennen, woher die Beschwerden genau kommen.
Die Umstellung nach der Geburt
Nach der Geburt beginnt für den Verdauungstrakt deines Babys eine völlig neue Aufgabe. Nahrung wird nun auf eine andere Weise aufgenommen und verarbeitet als zuvor im Mutterleib. Diese Umstellung kann dazu führen, dass der Bauch empfindlich reagiert. Häufig sind die Ursachen zwar unangenehm, aber in den meisten Fällen unbedenklich.
3 häufige Ursachen für Bauchschmerzen
1. Luft im Bauch: Eine häufige Ursache
Ein sehr typischer Grund für Bauchschmerzen ist eingeschlossene Luft im Verdauungssystem. Diese entsteht oft, wenn das Baby beim Trinken zu hastig ist oder nicht optimal angelegt wird. Auch ganz normale Verdauungsprozesse können dazu führen, dass sich Gase bilden, da der Darm erst lernen muss, richtig zu arbeiten.
Eine ruhige Stillumgebung kann helfen, damit dein Baby entspannter trinkt und weniger Luft schluckt. Wenn du mit der Flasche fütterst, können spezielle Flaschen sinnvoll sein, die das Luftschlucken reduzieren. Nach dem Trinken unterstützt ein Bäuerchen dabei, überschüssige Luft wieder loszuwerden. Dabei wird das Baby aufrecht gehalten, mit dem Kopf an deiner Schulter, während du sanft über den Rücken streichst oder klopfst.
Auch bestimmte Haltetechniken können Erleichterung verschaffen. Beim sogenannten Fliegergriff liegt das Baby bäuchlings auf deinem Unterarm, wodurch leichter Druck auf den Bauch entsteht und die Verdauung angeregt wird.
Nicht zu vergessen ist die Ernährung: Einige Lebensmittel können Blähungen begünstigen. Dazu zählen beispielsweise Kohl, Hülsenfrüchte oder Zwiebeln. Wenn du stillst, können solche Speisen auch über die Muttermilch Einfluss haben. Es kann hilfreich sein, einzelne Lebensmittel testweise wegzulassen und zu beobachten, wie dein Baby darauf reagiert.
2. Unverträglichkeiten und Allergien
Manchmal steckt hinter den Beschwerden auch eine Unverträglichkeit oder Allergie. Bestimmte Nahrungsbestandteile wie Eiweiß oder Gluten können bei empfindlichen Babys Probleme verursachen. Besonders häufig reagieren Säuglinge auf grundlegende Lebensmittel wie Kuhmilch, Eier, Fisch oder Nüsse.
Um herauszufinden, was genau die Beschwerden auslöst, kann es sinnvoll sein, einzelne Lebensmittel nacheinander wegzulassen. Auch ein Besuch beim Kinderarzt kann Klarheit bringen, da entsprechende Tests durchgeführt werden können.
3. Wenn das Baby viel schreit
Ein weiteres Phänomen, das häufig mit Bauchschmerzen in Verbindung gebracht wird, sind sogenannte Koliken. Dabei handelt es sich um krampfartige Schmerzen im Bauchraum, die oft mit intensivem Schreien einhergehen. Früher sprach man von „Drei-Monats-Koliken“, heute wird eher von einer Regulationsstörung gesprochen. Das bedeutet, dass das Baby Schwierigkeiten hat, sich selbst zu beruhigen. Durch das viele Schreien schluckt es zusätzlich Luft, was die Beschwerden noch verstärken kann.
Typische Anzeichen sind ein starkes Überstrecken des Körpers, gerötetes Gesicht und heftiges Strampeln. Auch wenn diese Phase sehr belastend sein kann, ist sie meist vorübergehend. In vielen Fällen bessern sich die Symptome nach einigen Monaten von selbst.
Beruhigende Maßnahmen wie Körpernähe, eine ruhige Umgebung oder sanfte Bauchmassagen im Uhrzeigersinn können unterstützend wirken und dem Baby helfen, sich zu entspannen.
Wann ärztlicher Rat wichtig ist
Auch wenn Bauchschmerzen oft harmlos sind, gibt es Situationen, in denen du aufmerksam werden solltest. Halten die Beschwerden über mehrere Stunden an oder treten zusätzliche Symptome wie Fieber, Erbrechen, Durchfall oder ein ungewöhnlich harter Bauch auf, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden. In solchen Fällen ist es wichtig, die Ursache schnell abklären zu lassen.



