Bildung in der Krise: Schülervertreter fordern 100 Milliarden und mehr Unterstützung im Schulalltag
- 9. Sept. 2025
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Der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Quentin Gärtner, warnt zu Beginn des neuen Schuljahres vor einer wachsenden Belastung der Schüler*innen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Er spricht von einer ernsthaften Krise der psychischen Gesundheit junger Menschen und fordert ein milliardenschweres Investitionsprogramm: "Wir erleben eine Krise der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen." Gärtner hält eine Summe von rund 100 Milliarden Euro für notwendig, um das deutsche Bildungssystem zukunftsfähig zu machen.
Fehlende Unterstützungssysteme
An vielen Schulen fehlt es nach seinen Worten an professioneller Begleitung. Schulpsycholog*innen und Sozialarbeiter*innen seien viel zu selten anzutreffen. Besonders problematisch sei, dass die schulische Ausbildung noch immer zu stark an alten Mustern festhalte. "Die Schule muss sich mehr am realen Leben ausrichten. Wir brauchen weniger Faust und Hexenverbrennung, mehr KI-Kompetenz und Demokratiebildung." Sein Appell: Die Stärken der Jugendlichen gezielt fördern, starre Vorgaben aufbrechen und mehr Flexibilität in den Unterricht bringen.
Expertenrat zur digitalen Welt
Auch auf politischer Ebene gibt es Bewegung: Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) stellte am Donnerstag die neue „Expertenkommission Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ vor. 18 Fachleute aus Bereichen wie Bildungsforschung, Jugendmedizin, Medienrecht und Medienpädagogik sollen daran mitwirken.
Kinder und Jugendliche selbst sind nicht Teil des Gremiums. Laut Prien sollen sie allerdings über „zeitgemäße Beteiligungsformate“ eingebunden werden – wie genau, blieb bislang offen. Die Kommission soll im kommenden Jahr Vorschläge erarbeiten, die Jugendlichen mehr Sicherheit im digitalen Raum geben sollen.

