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Burnout auf dem Vormarsch: Immer mehr Berufstätige fallen durch Dauerstress langfristig aus

17. Dez. 2025
1 Min. Lesezeit

Nach aktuellen Angaben der Krankenkasse KKH steigen die krankheitsbedingten Ausfälle aufgrund von Burnout spürbar an. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Im vergangenen Jahr entfielen auf jeweils 1.000 Versicherte durchschnittlich 107,3 Fehltage wegen eines diagnostizierten Burnout-Syndroms. Vor fünf Jahren lag dieser Wert noch bei 80,7 Tagen – ein Zuwachs von 33 Prozent.


Die KKH weist jedoch darauf hin, dass die tatsächliche Zahl vermutlich höher liegt. Hintergrund ist, dass Burnout bislang nicht als eigenständige Erkrankung gilt und häufig unter anderen medizinischen Schlüsseln geführt wird.


Mehr Krankschreibungen und lange Ausfallzeiten


Nicht nur die Fehltage, auch die Zahl der Erkrankungsfälle hat zugenommen. Seit 2019 stieg die Quote der Krankschreibungen wegen Burnout um 46 Prozent – von 2,9 auf 4,2 Fälle je 1.000 Erwerbstätige. Wer betroffen war, fehlte im Schnitt 25,7 Tage im Job.


Umfrage zeigt hohe psychische Belastung


Eine von der KKH beauftragte Forsa-Befragung unter rund 1.360 Berufstätigen bestätigt den Trend zunehmender Überlastung:

  • 55 Prozent fühlen sich erschöpft oder ausgebrannt

  • 27 Prozent berichten, unter starkem Druck bereits niedergeschlagen oder depressiv gewesen zu sein

  • 97 Prozent erleben zumindest zeitweise hohe Anspannung im Alltag oder Beruf

  • 52 Prozent nehmen eine Zunahme des Stresses in den letzten ein bis zwei Jahren wahr


Datengrundlage und Studienrahmen


Für die Auswertung wurden die Kalendertage mit ärztlicher Bescheinigung herangezogen, die unter der Diagnose „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ geführt wurden. Berücksichtigt wurden Pflicht- und freiwillig Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld im Zeitraum 2019 bis 2024. Arbeitslose sowie Rentner:innen waren nicht Teil der Analyse.


Die Forsa-Umfrage wurde zusätzlich vom 28. August bis 5. September bundesweit durchgeführt. Befragt wurden 2.001 Personen im Alter von 16 bis 70 Jahren, darunter 1.359 Erwerbstätige.

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