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Deutsche Wälder: Schäden durch Hitze, Trockenheit und Schädlinge bleiben auf hohem Niveau

  • 19. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Die deutschen Wälder kämpfen weiterhin mit den Folgen extremer Wetterbedingungen und Schädlingsbefall. Neue Zahlen aus der Waldzustandserhebung 2025 zeigen, dass sich der Gesundheitszustand vieler Bäume nach wie vor auf kritischem Niveau bewegt. Besonders betroffen bleiben die wichtigsten Baumarten des Landes. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Kaum Veränderungen gegenüber dem Vorjahr


Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums haben sich die Schäden an den Baumkronen im Vergleich zu 2024 nur geringfügig verändert. Zwar sprach Bundesagrarminister Alois Rainer von einer gewissen Stabilisierung, dennoch bleibt die Belastung für die Wälder hoch: „Der Zustand unseres Waldes hat sich im Vergleich zu 2024 insgesamt nicht weiter verschlechtert.“


Als wichtiger Maßstab gilt weiterhin der Verlust von Nadeln und Blättern. Laut der aktuellen Erhebung weisen rund 35 Prozent aller untersuchten Bäume erhebliche Schäden auf. Im Jahr zuvor lag dieser Anteil noch bei 36 Prozent. Bei stark geschädigten Bäumen fehlt mehr als ein Viertel der Baumkrone.


Eichen und Kiefern besonders betroffen


Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen vier Hauptbaumarten, die zusammen etwa 70 Prozent des deutschen Waldbestands ausmachen. Vor allem Eichen bereiten weiterhin große Sorgen. Neben dem hohen Alter vieler Bestände tragen insbesondere Insekten und Pilzbefall zur Verschlechterung ihres Zustands bei.


Auch bei den Kiefern wurde eine deutliche Zunahme größerer Schäden registriert. Der Anteil stark ausgedünnter Kronen stieg innerhalb eines Jahres von 24 auf 31 Prozent.


Etwas günstiger entwickelte sich die Situation dagegen bei anderen Baumarten. Bei Buchen verringerte sich der Anteil deutlich geschädigter Bäume von 46 auf 38 Prozent. Bei Fichten sank der Wert leicht von 39 auf 38 Prozent.


Wald als wirtschaftlicher und kultureller Faktor


Neben seiner ökologischen Bedeutung hob Minister Rainer auch die wirtschaftliche Rolle der Wälder hervor. Der Wald sichere zahlreiche Arbeitsplätze im ländlichen Raum – angefangen bei Sägewerken bis hin zu handwerklichen Betrieben wie Schreinereien. Zudem betonte der Minister die Bedeutung einer aktiven Waldbewirtschaftung: „Wald schützen heißt Wald nutzen.“


Als langfristige Lösung gilt weiterhin der Umbau hin zu widerstandsfähigen Mischwäldern. Artenreiche Bestände sollen besser mit den Folgen des Klimawandels zurechtkommen und gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung der Wälder ermöglichen.

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