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Epstein-Akten veröffentlicht: Kritik an geschwärzten Dokumenten und politischen Verstrickungen

  • 21. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Das US-Justizministerium hat begonnen, umfangreiche Unterlagen aus den Ermittlungen gegen den inzwischen verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein öffentlich zugänglich zu machen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Die Veröffentlichung stößt jedoch parteiübergreifend auf Kritik: Sowohl Demokrat:innen als auch Republikaner bemängeln, dass zahlreiche Seiten stark oder vollständig geschwärzt sind und das Material daher nur eingeschränkt aussagekräftig sei.


Kaum neue Hinweise zu Trump


Nach ersten Durchsichten der freigegebenen Akten finden sich offenbar keine relevanten neuen Erkenntnisse zur Beziehung zwischen Epstein und Donald Trump. Der amtierende US-Präsident äußerte sich zunächst nicht zu den veröffentlichten Dokumenten.


Bill Clinton mehrfach erwähnt


Deutlich häufiger taucht hingegen der frühere Präsident Bill Clinton in den Unterlagen auf. So wird er unter anderem in Zusammenhang mit Freizeitaktivitäten erwähnt, etwa beim Schwimmen im Pool gemeinsam mit Epsteins enger Vertrauter Ghislaine Maxwell.


Kritik aus Clintons Umfeld


Aus dem Umfeld Clintons kommt scharfer Widerspruch. Ein Sprecher des Ex-Präsidenten warf dem Weißen Haus vor, mit der Veröffentlichung bestimmter Fotos von wichtigeren Fragen abzulenken. Angel Urena schrieb dazu auf der Plattform X, es gebe zwei klar zu unterscheidende Gruppen von Menschen: jene, die nichts von Epsteins Taten gewusst und den Kontakt zu ihm beendet hätten, bevor diese bekannt wurden, und jene, die auch danach weiter mit ihm verbunden geblieben seien. „Wir gehören zur ersten Gruppe.“


Umfangreiche Daten, bekannte Inhalte


Seit Freitagnachmittag (Ortszeit) stellt das Justizministerium schrittweise große Datenmengen bereit, die Teil der Ermittlungen gewesen sein sollen. Ein Teil der veröffentlichten Fotos und Dokumente war bereits zuvor öffentlich bekannt. Unterlagen mit Geheimhaltungsstatus sind von der Veröffentlichung ausgenommen.


Weitere Veröffentlichungen angekündigt


In den kommenden Wochen sollen nach Angaben von Vize-Justizminister Todd Blanche noch mehrere Hunderttausend weitere Dokumente folgen. In einem Interview mit Fox News erklärte er, dass viele Seiten vorab bearbeitet werden müssten, um die Identität der Opfer zu schützen.


Gleichzeitig verpflichtet ein neues Gesetz das Justizministerium dazu, dem Kongress spätestens 15 Tage nach Abschluss der vollständigen Veröffentlichung einen detaillierten Bericht vorzulegen. Darin müssen sämtliche Schwärzungen begründet sowie alle Regierungsmitarbeiter:innen und politisch relevanten Personen aufgeführt werden, die in den Akten erwähnt sind.

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