Gefangenschaft endet: Nach 738 Tagen kehren alle Überlebenden nach Israel zurück
- 13. Okt. 2025
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Nach 738 Tagen in Gefangenschaft sind nun alle noch lebenden Geiseln, die von der militant-islamistischen Hamas festgehalten wurden, wieder frei. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Laut übereinstimmenden Berichten verschiedener Medien wurden sie nach ihrer Befreiung nach Israel zurückgebracht.
Bundeskanzler Merz äußerte sich auf der Plattform X mit bewegenden Worten: „Auch die ermordeten Geiseln müssen heimkehren, damit ihre Familien in Würde Abschied nehmen können.“
„Ein Tag der Erleichterung“ – Reaktionen aus Deutschland
Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, bezeichnete die Freilassung als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Heilung. In einer offiziellen Stellungnahme heißt es: „Als jüdische Gemeinschaft in Deutschland verspüren wir heute Erleichterung. Insbesondere freuen wir uns über die vier deutschen Staatsbürger, die nach Hause zurückkehren können.“
Gleichzeitig forderte Schuster ein entschiedenes Vorgehen gegen wachsenden Antisemitismus in Deutschland. Der Zentralrat kritisierte, dass antisemitische Haltungen zu lange unter dem Deckmantel vermeintlich „propalästinensischer“ Positionen auf deutschen Straßen sichtbar gewesen seien: „Viel zu lange hat sich als „propalästinensisch“ getarnter Judenhass immer offener auf deutschen Straßen zeigen dürfen, nur schlecht kaschiert als Kritik am Vorgehen des israelischen Staates im Kampf gegen den Terror der Hamas“, schreibt der Zentralrat.
Internationale Reaktionen
Auch weltweit wurde die Nachricht mit Erleichterung aufgenommen. Antonio Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, rief alle beteiligten Seiten dazu auf, an diesem Moment anzuknüpfen und weitere Schritte in Richtung Stabilität zu unternehmen.
Vereinbarter Gefangenenaustausch
Im Rahmen der Vereinbarung soll Israel im Gegenzug rund 250 palästinensische Gefangene freilassen, die wegen schwerer Straftaten zu lebenslanger Haft verurteilt wurden. Zudem ist die Freilassung von etwa 1.700 weiteren Palästinensern vorgesehen, die nach dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 inhaftiert worden waren.

