Giftpilz-Dreifachmord: Erin Patterson muss lebenslang ins Gefängnis
Die Australierin Erin Patterson ist im Zusammenhang mit einem dreifachen Giftmord zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Grundlage war die Verabreichung tödlicher Pilze an ihre Gäste. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Worte des Richters
Bei der Verkündung des Strafmaßes wandte sich Richter Christopher Beale direkt an die Angeklagte. Er betonte, Patterson habe nicht nur die Opfer, sondern auch deren Angehörige zutiefst verletzt. „Ihr Versagen, Reue zu zeigen, streut Salz in die Wunden aller Opfer.“ Beale stellte klar, dass die Schwere der Taten keinerlei mildere Strafen zulasse:„ Die Schwere Ihres Vergehens rechtfertigt die Verhängung der Höchststrafen für Ihre Verbrechen.“
Chancen auf Freilassung
Die 50-Jährige könnte frühestens im Alter von 83 Jahren eine Bewährung beantragen. Das Verteidigerteam hat nun 28 Tage Zeit, um Berufung einzulegen. Bereits zuvor hatten ihre Anwälte gefordert, eine mögliche Entlassung nach 30 Jahren zu prüfen. Sie argumentierten außerdem, dass Patterson aufgrund der hohen medialen Aufmerksamkeit wohl überwiegend in Einzelhaft untergebracht werde.
Reaktionen des Überlebenden
Pastor Ian Wilkinson, der einzige Überlebende der gemeinsamen Mahlzeit, äußerte sich nach der Urteilsverkündung öffentlich. Er dankte allen, die ihn und seine Familie in der schweren Zeit unterstützt hatten. „Bitte respektieren Sie unsere Privatsphäre, während wir weiterhin trauern und heilen.“

