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Globale Drogenkrise: Zahl der Konsument:innen erreicht neuen Höchststand

  • 26. Juni 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Im Jahr 2023 ist die Zahl der Menschen, die Drogen konsumieren, auf insgesamt 316 Millionen angestiegen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Dies berichtet das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien. Noch ein Jahr zuvor war man von 292 Millionen Konsument:innen ausgegangen. Die UN spricht von einem klaren Trend, der mit wachsender Sorge betrachtet werden müsse.


Ein Jahrzehnt der Zunahme


In den letzten zehn Jahren ist der weltweite Drogenkonsum – ausgenommen legale Substanzen wie Alkohol und Tabak – um 28 Prozent gestiegen. Dieses Wachstum übertrifft das der Weltbevölkerung, wie UNODC-Direktorin Ghada Waly anlässlich des Internationalen Tages gegen Drogenmissbrauch betonte. Sie erklärte: „Dies befeuert die globale Instabilität und heizt diese Instabilität noch weiter an – ein Teufelskreis.“ Laut dem Bericht führt die Kombination aus zunehmender Nachfrage und einem größer werdenden Angebot zu einer gefährlichen Dynamik.


Kokain: Eine boomende Schattenwirtschaft


Besonders dramatisch ist die Entwicklung auf dem Kokainmarkt. Die illegale Produktion erreichte im Jahr 2023 mit 3.708 Tonnen ein neues Rekordniveau – ein Anstieg von über einem Drittel im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Zahl der Konsument:innen wuchs deutlich: Von 17 Millionen im Jahr 2013 auf 25 Millionen im Jahr 2023.


Deutschland: Zahl der Drogentoten verdoppelt


Auch in Deutschland zeigen sich besorgniserregende Tendenzen. 2.227 Menschen starben 2023 an den Folgen ihres Drogenkonsums – etwa doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren. Die Zahlen für das laufende Jahr werden im Juli erwartet.


Streeck fordert neue Sichtweise auf das Thema Sucht


Hendrik Streeck, der neue Bundesdrogenbeauftragte, sprach sich für einen Perspektivwechsel aus: „Dem Thema nicht zuerst aus der Perspektive der Sitte oder des Rechts zu begegnen, sondern der Gesundheit.“ Er betonte, dass die Diskussion um Sucht keineswegs ein Randthema sei, sondern ein zentrales gesellschaftliches Anliegen. Besonders die Jugend und verletzliche Gruppen müssten stärker in den Fokus rücken.

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