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Globale Fahndung: Interpol zerschlägt weitreichende Netzwerke der Umweltkriminalität in Lateinamerika

  • 26. Okt. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

In einer länderübergreifenden Polizeiaktion haben internationale Ermittlungsbehörden ein weit verzweigtes Netz von Umweltkriminalität aufgedeckt. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Die Aktion, die den Namen „Operation Madre Tierra VII“ trägt, wurde vom Interpol-Regionalbüro für Zentralamerika geleitet und von Spezialist:innen für Umwelt- und Sicherheitsfragen unterstützt. Zwischen Mai und Juni nahmen neun lateinamerikanische Staaten an der koordinierten Operation teil. Erst jetzt, im Zuge einer offiziellen Mitteilung, wurden erste Ergebnisse veröffentlicht.


Über 400 Umweltvergehen ans Licht gebracht


Nach Angaben von Interpol kamen bei den Ermittlungen mehr als 400 Verstöße gegen Umweltgesetze ans Tageslicht. Die Bandbreite der Delikte reicht von illegalem Holzeinschlag und Wildtierhandel über unzulässige Fischereiaktivitäten bis hin zu nicht genehmigtem Bergbau und massiver Umweltverschmutzung.


Die Untersuchungen zeigten zudem, dass kriminelle Gruppen komplexe Schmuggelrouten nach Europa und Asiennutzen, um ihre Geschäfte auszuweiten. Damit wird deutlich, dass organisierte Kriminalität zunehmend eng mit Umweltzerstörung verknüpft ist – insbesondere bei Themen wie Abholzung, Goldabbau und dem Handel mit geschützten Arten.


Beschlagnahmungen in großem Umfang


Im Zuge der Razzien wurden umfangreiche Schmuggelgüter sichergestellt. Die Beamt:innen beschlagnahmten lebende Tiere, darunter Vögel, Reptilien, Schildkröten, Primaten und Großkatzen. Außerdem fanden sie 2,4 Tonnen Flossen von Haien und Rochen, 875 Kilogramm der gefährdeten Totoaba-Fische sowie 7 Kilogramm getrocknete Seegurken.


Darüber hinaus stießen die Ermittler:innen auf illegal abgeholzte Waldflächen von mehr als 50.000 Hektar. Hinter diesen Aktivitäten sollen international vernetzte kriminelle Organisationen stehen, die über mehrere Kontinente hinweg agieren.


Internationale Zusammenarbeit und Ausblick


Beteiligt waren unter anderem Polizeibehörden aus Kolumbien, Mexiko und Costa Rica sowie sechs weiteren lateinamerikanischen Ländern. Interpol kündigte an, bis Ende November eine abschließende Auswertung der Ergebnisse vorzulegen. Die Organisation betonte, dass derartige Einsätze entscheidend seien, um die Zusammenarbeit im Kampf gegen Umweltkriminalität zu stärken und den Schutz bedrohter Arten und Ökosysteme zu sichern.

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