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Hohe Bedrohung durch organisierte Kriminalität: BKA warnt vor wachsender Gewaltbereitschaft und Beeinflussung Minderjähriger

  • 28. Okt. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat neue Zahlen zur Organisierten Kriminalität (OK) in Deutschland veröffentlicht – und die zeigen: Die Lage bleibt ernst. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Im vergangenen Jahr wurden 647 Ermittlungsverfahren registriert, fünf mehr als im Jahr zuvor. Damit bewegt sich die Zahl auf einem der höchsten Werte der letzten Dekade. Der wirtschaftliche Gesamtschaden beläuft sich laut BKA auf rund 2,64 Milliarden Euro.


„Konstant hohes Bedrohungspotenzial“


Im aktuellen Lagebild der Organisierten Kriminalität spricht das BKA von einem „konstant hohen Bedrohungspotenzial“. Die Bundespolizei beobachtet dabei unterschiedliche Tendenzen – unter anderem eine wachsende Gewaltbereitschaft im öffentlichen Raum sowie die Rekrutierung von teils unerfahrenen Minderjährigen durch kriminelle Gruppierungen.


Jugendliche im Visier krimineller Netzwerke


Zunehmend geraten junge Menschen in den Einflussbereich der OK-Strukturen. Nach Angaben des BKA werben Banden Jugendliche und sogar Kinder an – häufig für Drohungen, Angriffe oder Tötungsdelikte. Diese Entwicklung wird mit dem Konzept des sogenannten „Crime as a Service“ in Verbindung gebracht. Besonders im Bereich der Geldwäsche zeige sich eine zunehmende Professionalisierung, die den Ermittlungsbehörden erhebliche Schwierigkeiten bereite.


Drogenhandel bleibt Kerngeschäft – trotz Rückgangs


Trotz leichter Rückgänge bleibt der Rauschgifthandel das wichtigste Betätigungsfeld der organisierten Kriminalität. Zum dritten Mal in Folge sank der Anteil der Verfahren in diesem Deliktbereich. Auch bei Gewaltkriminalität und tatsächlichen Gewalthandlungen ist ein Rückgang zu verzeichnen.


Waffen weiterhin weit verbreitet


Gleichzeitig stellen die Ermittler weiterhin fest, dass viele OK-Gruppen stark bewaffnet sind. Trotz sinkender Gewaltzahlen bleibt die Gefahr hoch – nicht zuletzt, weil sich die kriminellen Strukturen zunehmend professionalisieren, digitalisieren und vernetzen.

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