top of page

Jugendliche urinieren in Hotpot-Brühe: Gericht verurteilt Eltern zu Millionenstrafe in Shanghai

  • 16. Sept. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

In einer Hotpot-Filiale der bekannten Kette Haidilao in Shanghai kam es am 24. Februar zu einem bizarren Zwischenfall. Zwei 17-Jährige, die alkoholisiert waren, urinierten in einen Topf mit Brühe und hielten ihre Aktion sogar in einem Video fest, das später online kursierte. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Gerichtliches Urteil


Obwohl es keine Hinweise darauf gibt, dass Gäste von der verunreinigten Brühe aßen, sah ein Gericht die Grenzen überschritten. Die Jugendlichen hätten durch „beleidigende Handlungen” den Ruf des Unternehmens massiv beschädigt und „in der Öffentlichkeit großes Unbehagen ausgelöst“. Weil die Eltern ihrer Aufsichtspflicht nicht nachgekommen seien, wurden sie verpflichtet, 2,2 Millionen Yuan – umgerechnet etwa 309.000 US-Dollar – zu zahlen. Diese Summe umfasst sowohl Kosten für Reinigung, Geschirr und rechtliche Verfahren als auch Schadensersatz für den Ruf des Unternehmens.


Reaktion des Unternehmens


Haidilao reagierte sofort nach Bekanntwerden des Vorfalls. Alle Hotpot-Geräte der Filiale wurden ausgetauscht, gründliche Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt. Zusätzlich erhielten die mehr als 4.000 Gäste, die zwischen dem 24. Februar und dem 8. März das Restaurant besuchten, eine vollständige Rückerstattung ihrer Ausgaben. Darüber hinaus versprach die Kette eine Entschädigung in Höhe des zehnfachen Rechnungsbetrages.


Freiwillige Maßnahme


Das Gericht stellte klar, dass diese großzügige Entschädigungsregelung auf einer „freiwilligen Geschäftsentscheidung“ des Unternehmens beruhe. Daher müssen die Eltern der Jugendlichen diese zusätzlichen Zahlungen nicht übernehmen. Haidilao betonte, dass es ihnen vor allem darum gehe, das Vertrauen ihrer Kundschaft zurückzugewinnen.

bottom of page