Junge Generation unter Druck: Schülervertretung fordert mehr Schutz für mentale Gesundheit
- 30. Okt. 2025
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Eine aktuelle Untersuchung der Robert Bosch Stiftung zeigt deutlich, womit sich Kinder und Jugendliche in Deutschland besonders beschäftigen: Kriege, schulische Anforderungen sowie Klima- und Umweltthemen gehören zu den größten Sorgen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Diese Belastungen führen nicht zwangsläufig zu psychischen Erkrankungen, können aber – wenn sie überhandnehmen – stark auf die seelische Gesundheit wirken. Laut der Studie schätzen sich 21 Prozent der Schüler:innen selbst als psychisch stark belastet ein.
„Wir erleben eine Krise der mentalen Gesundheit“
Mit deutlichen Worten wandte sich die Bundesschülerkonferenz (BSK) an die Politik: „Wir erleben eine Krise der mentalen Gesundheit unter jungen Menschen.“ Diese Aussage war Teil einer in Berlin vorgestellten Kampagne, mit der die Schülervertretung auf die dramatisch wachsende Zahl psychischer Probleme bei Jugendlichen aufmerksam machte. Immer häufiger treten Angststörungen, Depressionen, Essstörungen oder selbstverletzendes Verhalten auf.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, präsentierte die BSK einen Zehn-Punkte-Plan, der konkrete Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit vorsieht.
Mehr Unterstützung in Schulen
Ein zentraler Bestandteil des Plans ist der Ausbau von Schulsozialarbeit und psychologischer Betreuung. Jede Schule, so die Forderung, solle Zugang zu Schulpsycholog:innen und Sozialarbeiter:innen haben. Ebenso wichtig sei, dass Medienkompetenz in allen Fächern vermittelt werde – um Kinder und Jugendliche zu befähigen, mit digitalen Belastungen und Informationsfluten besser umzugehen.
Darüber hinaus soll mentale Gesundheit als fächerübergreifendes Thema verstanden werden. Unterrichtseinheiten zu Stressbewältigung und Resilienz sollen fest im Schulalltag verankert werden.
Bessere Strukturen, mehr Raum
Neben inhaltlichen Veränderungen fordert die Schülervertretung auch strukturelle Verbesserungen. Schulen bräuchten individuellere Förderangebote, mehr Pausen, entlastete Lehrkräfte und qualitativ hochwertige Ganztagskonzepte. Auch die räumliche Gestaltung spiele eine Rolle: Schulgebäude sollten Rückzugsorte bieten, an denen sich Schüler:innen sicher und geborgen fühlen können. Ergänzend setzt sich die BSK für verbindliche Schutzkonzepte gegen Mobbing und Diskriminierung ein.

