Klage gescheitert: Schulkantinen müssen kein tägliches Fleischgericht anbieten
- 29. Juni 2025
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Schulkantinen in Baden-Württemberg sind nicht verpflichtet, täglich Gerichte mit Fleisch oder Fisch bereitzustellen. Das hat der Verwaltungsgerichtshof des Bundeslands in einer aktuellen Entscheidung klargestellt. Eine Klage von Eltern aus dem Raum Konstanz, die dies erreichen wollten, blieb ohne Erfolg. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Sorge um Ernährung der Tochter
Die Eltern einer Schülerin machten geltend, dass ihre Tochter durch das überwiegend vegetarische Angebot der Ganztagsschule nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt werde. Nach ihren Angaben werde in der Mensa nur einmal pro Woche Fleisch serviert, an den übrigen Tagen stünden ausschließlich fleischfreie Mahlzeiten auf dem Speiseplan.
Gerichtliche Schritte ohne Erfolg
Bereits im Mai hatte das Verwaltungsgericht Freiburg einen Eilantrag der Familie abgelehnt. Diese Entscheidung wollten die Eltern und ihre Tochter vom Verwaltungsgerichtshof (VGH) überprüfen lassen und legten Beschwerde ein.
Formfehler führten zur Abweisung
Der VGH wies die Beschwerde der Eltern ab, weil sie diese nicht über einen Anwalt eingereicht hatten – ein zwingendes Erfordernis vor diesem Gericht. Auch die Tochter konnte mit ihrer Beschwerde nicht durchdringen: Sie war im ursprünglichen Verfahren gar nicht beteiligt gewesen und hatte daher kein Beschwerderecht. Das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs ist endgültig. Weitere Rechtsmittel stehen der Familie nicht mehr zur Verfügung.

