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Kleine Wunderkörper: Warum Babys so niedlich aussehen und perfekt angepasst sind

  • 29. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Kugelrunde Gesichter, weiche Speckröllchen und ein kleiner Bauch wie ein Buddha. So würde man Babys beschreiben.


Mehr dazu heute in #MOMMYTIME.


Doch hinter all diesen niedlichen Merkmalen steckt erstaunlich viel Biologie. Viele Eigenschaften helfen Neugeborenen dabei, sich optimal an das Leben außerhalb des Mutterleibs anzupassen.


Wärmende Speckröllchen


Die typischen Babyspeckröllchen sind weit mehr als nur süß anzusehen. Neugeborene besitzen eine besondere Art von Fettgewebe – sogenanntes braunes Fett. Dieses kann direkt Wärme erzeugen, ohne dass dafür Muskelbewegungen nötig sind. Erwachsene produzieren Wärme meist durch Zittern, Babys hingegen fehlt diese Fähigkeit noch weitgehend. Deshalb sorgt ihr spezielles Fettpolster dafür, dass sie auch ohne große Bewegung warm bleiben.


Warum Babys so runde Wangen haben


Die berühmten Pausbäckchen erfüllen einen wichtigen Zweck beim Trinken. In den Wangen befindet sich ein angeborenes Fettpolster, das Babys hilft, beim Saugen genügend Druck im Mund aufzubauen. Dadurch gelingt das Stillen deutlich leichter.


Mit der Zeit wirken die Bäckchen oft noch kräftiger. Dahinter steckt allerdings nicht nur Fett, sondern vor allem Muskeltraining: Saugen ist für Babys echte Arbeit und stärkt die Gesichtsmuskulatur, die später unter anderem fürs Sprechen wichtig wird.


Atmen wie im Yoga-Kurs


Der Oberkörper von Babys wirkt häufig rundlich und kompakt. Das liegt daran, dass ihre Rippen zunächst anders angeordnet sind als bei Erwachsenen. Dadurch atmen Neugeborene automatisch tief in den Bauch hinein – eine Atemtechnik, die heute sogar gezielt in Entspannungs- und Yogaübungen genutzt wird.


Erst später verändert sich der Brustkorb: Die Rippen kippen schräger nach unten, die Brust wird flacher und die Atmung verlagert sich stärker in den oberen Brustbereich.


Perfekt gebaut fürs Trinken


Auch der kleine Babymund ist ein echtes Meisterwerk der Natur. Die Lippen besitzen feine Strukturen auf der Innenseite, die beim Stillen für einen besonders guten Abschluss sorgen. So entsteht kaum Luft im Mundraum, das Saugen funktioniert leichter und Babys verschlucken sich seltener.


Gleichzeitiges Atmen und Schlucken


In den ersten Lebenswochen können Neugeborene trinken und gleichzeitig weiteratmen. Möglich macht das die besondere Lage des Kehlkopfs, der anfangs höher sitzt als später im Leben. Dadurch bleiben Luft- und Speiseweg besser voneinander getrennt.


Nach einigen Wochen verändert sich die Anatomie langsam. Der Kehlkopf senkt sich ab – eine wichtige Voraussetzung dafür, später unterschiedliche Laute und erste Silben bilden zu können.


Warum anfangs oft keine Tränen fließen


Viele Eltern wundern sich, dass ihr Baby zwar laut schreit, dabei aber zunächst kaum Tränen produziert. Der Grund: Die Tränendrüsen und -kanäle entwickeln sich erst nach der Geburt vollständig. Deshalb erscheinen sichtbare Tränen oft erst einige Wochen später.


Anfangs dient das Schreien vor allem dazu, Bedürfnisse mitzuteilen – etwa Hunger, Müdigkeit oder Nähe.


Spezielles Blut für den Start ins Leben


Sogar das Blut von Neugeborenen unterscheidet sich deutlich von dem Erwachsener. Babys besitzen zunächst einen besonderen roten Blutfarbstoff, der Sauerstoff besonders effektiv transportieren kann. Das hilft ihnen während der ersten Zeit nach der Geburt, wenn sich Atmung und Kreislauf erst anpassen müssen.


Mit zunehmendem Alter ersetzt der Körper diesen speziellen Stoff Schritt für Schritt durch die spätere Erwachsenenform.

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