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Mehr Demenz-Todesfälle in Deutschland: Zahl der Verstorbenen steigt deutlich über den Durchschnitt der letzten zehn Jahre

  • 20. Okt. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Im Jahr 2024 ist in Deutschland die Zahl der Menschen, die an einer Form von Demenz verstarben, deutlich angestiegen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamts wurden rund 62.000 Todesfälle auf Demenz zurückgeführt – das entspricht einem Anstieg von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.


Betrachtet man den Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (2015–2024), liegt die Zahl sogar mehr als 23 Prozent höher. Damit zählt Demenz weiterhin zu den häufigsten Todesursachen im Land.


Männeranteil leicht gestiegen


Während insgesamt mehr Frauen an Demenz sterben, hat der Anteil der Männer im Vergleich stärker zugenommen. So stieg die Zahl der männlichen Demenz-Todesfälle im Zehnjahresvergleich um 27,9 Prozent auf 21.247 Fälle. Bei den Frauen fiel der Anstieg mit 20,8 Prozent etwas geringer aus, dennoch bleibt ihr Anteil deutlich höher: Mit 40.680 Verstorbenen ist die Zahl der weiblichen Opfer etwa doppelt so hoch wie die der Männer.


Rückgang bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen


Im Gegensatz dazu wurden weniger Todesfälle durch Herzinfarkt oder Schlaganfall registriert. Diese gingen um 2,6 Prozent zurück. Trotz des leichten Rückgangs bleiben Kreislauferkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland – 339.212 Menschen starben daran im Jahr 2024.


Krebs weiterhin auf konstant hohem Niveau


Auch bösartige Neubildungen, also verschiedene Formen von Krebs, forderten zahlreiche Todesopfer. Insgesamt verstarben 230.392 Menschen an einer Krebserkrankung – nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr.


Unterschiede zwischen Männern und Frauen


Bei den Männern steht die chronische ischämische Herzkrankheit weiterhin an der Spitze der Todesursachen, gefolgt von Lungenkrebs und Herzinfarkt. Bei den Frauen dagegen führt Demenz die Liste an, gefolgt von der chronischen ischämischen Herzkrankheit und Herzinsuffizienz.

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