Mehr Geld für Millionen Beschäftigte: Mindestlohn steigt bis 2026 auf 14,60 Euro pro Stunde
- 29. Okt. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Ab dem 1. Januar tritt eine neue Anpassung des Mindestlohns in Kraft. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Beschäftigte erhalten künftig 13,90 Euro pro Stunde. Im darauffolgenden Jahr erfolgt eine weitere Erhöhung um 70 Cent, sodass der Stundenlohn ab dem 1. Januar 2026 bei 14,60 Euro liegen wird. Diese Änderung wurde durch eine Verordnung der Bundesregierung beschlossen – ein zusätzlicher Beschluss durch Bundestag oder Bundesrat ist nicht erforderlich.
Entscheidung der Mindestlohnkommission
Die Grundlage für diese Anpassung bildet die Empfehlung der Mindestlohnkommission, in der Vertreter:innen von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite gemeinsam beraten. Nach intensiven Diskussionen einigte sich die Kommission im Juni auf den aktuellen Vorschlag.
Kontroverse Debatte und politische Forderungen
Während der Beratungen kam es zu heftigen Auseinandersetzungen. Vertreter der Arbeitgeberseite bemängelten den politischen Druck, der auf die Entscheidung ausgeübt worden sei. Auf der anderen Seite forderte insbesondere die SPD, den Mindestlohn bereits im kommenden Jahr auf 15 Euro anzuheben. Derzeit beträgt er noch 12,82 Euro pro Stunde.
Regelmäßige Anpassung und Auswirkungen
Die Mindestlohnkommission überprüft alle zwei Jahre, ob eine Anpassung notwendig ist. Anschließend wird die Entscheidung durch eine Verordnung der Bundesregierung umgesetzt. Laut Schätzungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) werden von der kommenden Erhöhung rund sechs Millionen Beschäftigte profitieren.

