Merz trifft Selenskyj: Vertiefende Militär-Kooperation zwischen Deutschland und Ukraine beschlossen
Deutschland bekräftigt seine anhaltende Unterstützung für die Ukraine. Gleichzeitig planen beide Staaten, ihre Kooperation weiter zu intensivieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf gemeinsamen Projekten in der Rüstungs- und Drohnenproduktion. Eine entsprechende Vereinbarung wurde bereits offiziell unterzeichnet. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Perspektive EU-Beitritt
Auch in Bezug auf eine mögliche EU-Mitgliedschaft sicherte Bundeskanzler Merz der Ukraine Rückhalt zu. Dabei machte er jedoch deutlich, dass ein solcher Schritt Zeit benötigt: „Deutschland unterstützt dieses Ziel, auch wenn wir beide wissen, dass wir es nicht kurzfristig in vollem Umfang umsetzen können“, sagte Merz.
Klare Erwartungen aus Kiew
Der ukrainische Präsident Selenskyj zeigte sich dankbar für die Unterstützung aus Deutschland und unterstrich erneut die Ambitionen seines Landes. Für ihn kommt nur eine vollständige Integration infrage: „Wir brauchen weder eine EU light noch eine NATO light für uns.“ Zugleich betonte er, dass sowohl die Europäische Union als auch die NATO von einer vollwertigen Partnerschaft mit der Ukraine profitieren würden.
Finanzielle Hilfe weiterhin blockiert
Deutschland setzt sich außerdem dafür ein, dass das bereits im Dezember beschlossene EU-Hilfspaket zügig umgesetzt wird. Laut Merz ist die finanzielle Unterstützung für die Ukraine von großer Dringlichkeit. Der geplante Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro konnte bislang jedoch nicht freigegeben werden, da Ungarn und die Slowakei ihre Zustimmung verweigern.
Diplomatie im Fokus des Konflikts
Mit Blick auf den anhaltenden Krieg durch Russland betonte Merz erneut die Bedeutung diplomatischer Bemühungen. Ein dauerhafter Frieden könne nur durch Verhandlungen erreicht werden – notwendig seien dafür weiterhin „kluge und druckvolle Diplomatie“.

