Meta unter Druck: EU-Kommission sieht Verstöße gegen Jugendschutzregeln
- 12. Juli
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Nach der vorläufigen Bewertung der Europäischen Kommission hat Meta die Kritik entschieden zurückgewiesen. Das Unternehmen sieht die Einschätzung der Behörde als nicht gerechtfertigt an und verweist auf bereits umgesetzte Maßnahmen zum Schutz junger Nutzerinnen und Nutzer. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
"Wir stimmen diesen vorläufigen Ergebnissen nicht zu", sagte ein Sprecher des Unternehmens. Sie berücksichtigten nicht die "bedeutenden Schritte", die Meta zum Schutz von Teenagern unternommen habe - etwa durch sogenannte Teen-Konten.
Kritik an Plattformdesign und Algorithmen
Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen verschiedene Funktionen von Facebook und Instagram, die nach Ansicht der EU-Kommission dazu beitragen, die Verweildauer auf den Plattformen zu erhöhen. Dazu zählen unter anderem automatisch abgespielte Inhalte sowie endlose Feeds, die Nutzerinnen und Nutzer kontinuierlich mit neuen Beiträgen versorgen. Besonders bei Kindern und Jugendlichen sieht die Behörde darin ein erhöhtes Risiko.
Zusätzlich richtet sich die Kritik gegen die Empfehlungsmechanismen der Plattformen. Inhalte werden in hohem Maße anhand früherer Aktivitäten und Interaktionen vorgeschlagen, wodurch junge Menschen verstärkt bestimmten Themen und Inhalten ausgesetzt werden könnten.
Vorläufige Einschätzung der EU-Kommission
Die Brüsseler Behörde kommt nach bisherigen Ermittlungen zu dem Schluss, dass mehrere zentrale Funktionen von Instagram und Facebook möglicherweise nicht mit den Vorgaben des Gesetzes über digitale Dienste (DSA) vereinbar sind.
Mögliche finanzielle Konsequenzen
Nach der derzeitigen Einschätzung erfüllt Meta die Anforderungen zum Schutz junger Nutzerinnen und Nutzer nicht in ausreichendem Maße. Sollte das Unternehmen die beanstandeten Punkte nicht ausräumen und die Vorwürfe bestätigt werden, könnten erhebliche Sanktionen folgen. Das DSA sieht Geldstrafen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes vor. Im Fall von Meta würde dies einer Summe von deutlich mehr als zwölf Milliarden Euro entsprechen.

