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Nach der UN-Zeit: Annalena Baerbock will sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückziehen

10. Sept.
1 Min. Lesezeit

Nach dem Ende ihrer Amtszeit an der Spitze der UN-Generalversammlung plant Annalena Baerbock, künftig deutlich weniger in der Öffentlichkeit aufzutreten. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erklärte die ehemalige Außenministerin, dass sie sich weitgehend zurückziehen wolle. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Auf ihre Jahre in der Politik blickte Baerbock mit einer klaren Botschaft zurück: "Man darf keine Angst vor Gegenwind haben." Gerade in schwierigen politischen Zeiten müsse man bereit sein, mit Widerstand umzugehen.


Ein turbulentes Jahr bei den Vereinten Nationen


Ihre Zeit bei den Vereinten Nationen fiel nach Einschätzung Baerbocks in eine besonders schwierige Phase. Sie verwies dabei auf den zunehmenden Druck auf internationale Institutionen und das Völkerrecht. "Die Vereinten Nationen und das internationale Recht werden regelrecht angegriffen. Und damit war das ein sehr turbulentes Jahr", sagte Baerbock. "Große Systeme wie die UN, die sterben nicht mit einem lauten Knall, sondern die zerfallen leise in sich zusammen."


Amtsübergabe in New York


Am Dienstag endete Baerbocks Tätigkeit als Präsidentin der UN-Generalversammlung. Sie übergab das Amt an Khalilur Rahman aus Bangladesch. Mit dem Ende ihrer Amtszeit verbindet Baerbock auch einen persönlichen Neuanfang. "Es ist für mich wirklich auch so ein bisschen: So, und jetzt bin ich ein Privatmensch", sagte sie der dpa.


Neue Aufgabe an der Columbia University


Ganz aus dem Berufsleben verabschiedet sich Baerbock allerdings nicht. An der Columbia-Universität in New York wird sie künftig unterrichten. Die akademische Tätigkeit ist zunächst für mehrere Jahre vorgesehen. Gleichzeitig möchte sie die kommende Zeit nutzen, um Abstand vom politischen Alltag zu gewinnen. "Ich bin jetzt ganz froh, auch mal eine Auszeit zu nehmen", sagte Baerbock.

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