Neues Jahr, neue Änderungen: Das ändert sich im Jahr 2025
- 30. Dez. 2024
- 3 Min. Lesezeit
Das Jahr 2024 neigt sich langsam dem Ende zu. Wir haben für euch die wichtigsten Änderungen des neuen Jahres im LSJonline-Mittagsmagazin zusammengefasst.
Preiserhöhungen und Gesetzesänderungen ab 2025
Gesundheitskosten steigen
Ab 2025 müssen gesetzlich Versicherte mit höheren Zusatzbeiträgen rechnen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag steigt um 0,8 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent. Versicherte müssen damit teils mit deutlichen Erhöhungen rechnen. So erhöht sich beispielsweise der Beitrag bei der TK von 1,2 auf 2,45 Prozent, bei der IKK Classic von 2,19 auf 3,4 Prozent und bei der AOK Nordwest von 1,89 auf 2,79 Prozent.
Neuer Preis fürs Deutschlandticket
Das bekannte 49-Euro-Ticket wird zum 1. Januar 2025 teurer. Der Preis steigt auf 58 Euro, was für rund 13 Millionen Nutzer eine Erhöhung von neun Euro pro Monat bedeutet. Die Finanzierung des Tickets ist durch eine Gesetzesänderung bis 2025 gesichert. Über die Finanzierung des Tickets im Jahr 2026 werden jedoch noch "schwierige Verhandlungen" erwartet, so CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz.
Weitere Preiserhöhungen und neue Regelungen
Postgebühren steigen
Ab Januar erhöht sich der Preis für einen Standardbrief in Deutschland auf 95 Cent. Auch andere Versandarten der Deutschen Post werden teurer: Der Kompaktbrief bis 50 Gramm kostet dann 1,10 Euro, und eine Postkarte wird 95 Cent kosten. Auch der Preis für ein DHL-Paket bis fünf Kilogramm steigt von 6,99 auf 7,69 Euro. Die Post führt zudem Änderungen im Versandtempo ein. Ab 2025 wird erwartet, dass 95 Prozent der Briefe spätestens am dritten Werktag zugestellt werden.
Erhöhung der Kraftstoffpreise
Ein weiterer Anstieg der Kraftstoffpreise wird erwartet, da der CO2-Preis von 45 auf 55 Euro pro Tonne steigt. Laut ADAC wird dies den Benzinpreis und den Dieselpreis voraussichtlich um drei Cent pro Liter anheben.
Gaspreise steigen ebenfalls
Wer mit Gas heizt, muss 2025 mit einer Verteuerung der Heizkosten rechnen. Durch die steigenden Netznutzungsentgelte, die durch weniger Gasverbraucher aufgeteilt werden, dürften die Mehrkosten für eine typische Familie zwischen 80 und 100 Euro liegen.
Änderungen in sozialen Leistungen
Anpassung der Pflegebeiträge
Der Beitragssatz zur sozialen Pflegeversicherung wird zum 1. Januar 2025 um 0,2 Prozentpunkte angehoben – von 3,4 auf 3,6 Prozent. Personen ohne Kinder müssen mit einer Erhöhung des Beitragssatzes von 4 auf 4,2 Prozent rechnen.
Höhere Sozialabgaben für Besserverdienende
Ab 2025 wird die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung auf 8.050 Euro im Monat angehoben. Auch die Beitragssätze für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung steigen. Ab Januar 2025 sind höhere Beiträge für Gutverdiener fällig, die über diese neuen Einkommensgrenzen hinaus verdienen.
Höherer Mindestlohn und Renten
Der Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2025 auf 12,82 Euro pro Stunde. Rentnerinnen und Rentner können im Sommer mit einer Rentenerhöhung von rund 3,5 Prozent rechnen.
Wohngeld steigt
Zum 1. Januar 2025 wird das Wohngeld um 30 Euro pro Monat angehoben. Dies kommt etwa zwei Millionen Haushalten zugute, die unterhalb der Grundsicherungsgrenze liegen.
Weitere Neuerungen
Änderungen bei Elterngeld
Ab 2025 wird das Elterngeld nur noch für Paare gewährt, deren Jahreseinkommen 175.000 Euro nicht übersteigt. Auch Änderungen bei der Bezugsdauer des Basiselterngeldes treten in Kraft, die nur noch für einen Monat innerhalb der ersten zwölf Lebensmonate des Kindes gewährt wird.
Mehr Geld für Pflegekräfte
Ab dem 1. Juli 2025 erhalten Pflegekräfte in der Altenpflege höhere Löhne. Der Mindestlohn für Pflegefachkräfte steigt auf 20,50 Euro pro Stunde.
Unterhalt für Studierende erhöht sich
Ab 2025 müssen getrennt lebende Elternteile mehr Unterhalt für ihre studierenden Kinder zahlen. Der Bedarfssatz für Studierende steigt von 930 auf 990 Euro monatlich.
Veränderungen im Rechts- und Verwaltungsbereich
Neues Wahlrecht und Bundestagswahl
Die Bundestagswahl, ursprünglich für den 28. September 2025 angesetzt, wird nun am 23. Februar 2025 stattfinden. Das neue Wahlrecht führt zu einem kleineren Parlament mit 630 Sitzen und ohne Überhang- und Ausgleichsmandate.
Veränderte Kfz-Versicherung
Die Preise für Kfz-Versicherungen werden 2025 je nach Typklasse des Fahrzeugs angepasst. Betroffen sind rund zwölf Millionen Fahrzeughalter.
Änderung des Nachnamensrechts
Ab dem 1. Mai 2025 dürfen verheiratete Personen einen gemeinsamen Doppelnamen führen. Das Gesetz zur Änderung des Ehenamens- und Geburtsnamensrechts ermöglicht dies auch für gemeinsame Kinder.
Technologische Neuerungen und Umweltschutz
Elektronische Patientenakte eingeführt
Zum 1. Januar 2025 erhalten alle gesetzlich Versicherten eine elektronische Patientenakte (ePA). Diese wird für den Austausch von Gesundheitsdaten zwischen Ärzten und Apotheken genutzt.
Echtzeitüberweisungen im Euro-Raum
Ab dem 9. Oktober 2025 können Bankkunden innerhalb des Euro-Raums Geld in Echtzeit überweisen. Innerhalb von 10 Sekunden muss das Geld dann auf dem Empfängerkonto verfügbar sein.
Verbot von Amalgamfüllungen
Ab 2025 wird Dentalamalgam aufgrund von Umweltschutzbedenken verboten. Ausnahmen gelten nur, wenn es aus medizinischen Gründen notwendig ist.
Sonstige Regelungen
Führerscheinumtausch
Bis zum 19. Januar 2025 müssen alle Papier-Führerscheine auf das Scheckkartenformat umgetauscht werden.
Strengere Biomüll-Regeln
Ab 1. Mai 2025 wird die Entsorgung von Biomüll strenger kontrolliert. Bei zu viel Plastikmüll kann die Biotonne stehen bleiben.
Digitales Passfoto
Ab dem 1. Mai 2025 müssen Bürgerinnen und Bürger für die Beantragung von Personalausweisen und Reisepässen kein ausgedrucktes Foto mehr mitbringen. Es wird stattdessen elektronisch übermittelt.

