Nur in "Alkoholshops": Ärzteverband fordert Verkaufsstopp für Hochprozentiges in Supermärkten
- 11. Mai
- 1 Min. Lesezeit
Der Ärzteverband Marburger Bund spricht sich für deutlich strengere Vorgaben beim Verkauf von Spirituosen aus. Nach den Vorstellungen des Verbands sollen hochprozentige Getränke künftig nicht mehr frei in Supermärkten, Tankstellen oder Kiosken erhältlich sein. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Stattdessen soll der Verkauf nur noch über speziell zugelassene Fachgeschäfte erfolgen. Diese Position wurde im Rahmen der Hauptversammlung in Hannover vorgestellt.
Sorge um frühe Gewöhnung an Alkohol
Nach Einschätzung des Verbands kann ein früher Einstieg in den Alkoholkonsum langfristige Folgen haben. Wer bereits in jungen Jahren regelmäßig Alkohol trinkt, habe ein erhöhtes Risiko für spätere Suchterkrankungen sowie gesundheitliche und gesellschaftliche Probleme.
Prävention stärker ausbauen
Darüber hinaus fordert der Verband eine bundesweit angelegte Strategie zur Vorbeugung von Alkoholmissbrauch. Dazu zählen unter anderem mehr Informationskampagnen, intensivere Präventionsarbeit an Schulen, leicht zugängliche Beratungsangebote sowie eine stärkere Unterstützung wissenschaftlicher Untersuchungen im Bereich Suchtforschung.
Unterstützung für geplante Gesetzesänderung
Auch die Pläne des Bundesfamilienministeriums zum sogenannten „begleiteten Trinken“ finden Zustimmung. Derzeit dürfen Jugendliche ab 14 Jahren in Begleitung ihrer Eltern Bier, Wein oder Sekt in der Öffentlichkeit konsumieren. Diese Ausnahmeregelung soll nach den aktuellen Überlegungen abgeschafft werden.

