Prozessauftakt in Besançon: Ex-Narkosearzt soll 30 Patienten vergiftet und zwölf davon getötet haben
- 8. Sept. 2025
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In der ostfranzösischen Stadt Besançon hat das Verfahren gegen den 53-jährigen Frédéric P. begonnen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, 30 Patienten vergiftet zu haben. Zwölf von ihnen überlebten die Eingriffe nicht. Trotz der schweren Vorwürfe beteuert der frühere Narkosearzt seine Unschuld.
Auffällige Vorfälle seit 2008
Die Ermittlungen begannen bereits im Jahr 2017, nachdem seit 2008 auffällig viele Patienten während routinemäßiger Operationen einen plötzlichen Herzstillstand erlitten. Immer wieder fanden die Behörden in den Infusionen Rückstände hoch dosierter Medikamente und Substanzen, die dort nicht hingehörten.
Vorgehen des Angeklagten
Nach Überzeugung der Ermittler soll P. Infusionen gezielt mit schädlichen Mitteln manipuliert haben, um bei Operationen lebensgefährliche Komplikationen hervorzurufen. Anschließend habe er sich bei den Wiederbelebungsversuchen als Experte hervorgetan. Um unentdeckt zu bleiben, soll er die verwendeten Substanzen mehrfach gewechselt haben.
Mögliche Strafe
Seit Beginn der Ermittlungen darf P. nicht mehr als Arzt arbeiten. Bis zum Prozessauftakt stand er jedoch unter gerichtlicher Aufsicht auf freiem Fuß. Sollte das Gericht ihn für schuldig befinden, droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe.

