Rauchen wird teurer: Tabaksteuer soll bis 2030 den Preis pro Packung auf fast zwölf Euro treiben
Nach Plänen der Bundesregierung könnten Raucherinnen und Raucher in den kommenden Jahren tiefer in die Tasche greifen. Eine Schachtel mit 20 Zigaretten könnte bis zum Jahr 2030 schrittweise fast zwölf Euro kosten. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Höhere Tabaksteuer als bisher vorgesehen
Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, soll die Tabaksteuer stärker angehoben werden als in früheren Planungen vorgesehen. Für eine Standardpackung Zigaretten würde das bedeuten, dass der Preis um rund 40 Cent höher ausfallen könnte als bislang angenommen.
Auch Produkte, die als Alternative zu herkömmlichen Zigaretten gelten, wären betroffen. Bei Liquids für E-Zigaretten soll der Steueranteil laut Bericht jedes Jahr um einen Cent pro Milliliter steigen.
Bestätigung aus Koalitionskreisen
Die Nachrichtenagentur dpa berichtete ebenfalls über eine geplante Anpassung der Steuertarife. Dabei berief sie sich auf Informationen aus Kreisen der Regierungskoalition.
Haushaltslücke als Auslöser
Hintergrund der geplanten Änderungen ist dem Bericht zufolge eine Lücke im Bundeshaushalt. Gleichzeitig verweist die Bundesregierung auf gesundheitspolitische Ziele.
Aus Regierungskreisen hieß es laut dem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland, die „maßvolle Anhebung“ diene nicht nur der Haushaltskonsolidierung: „Die Erhöhung dient auch dem Schutz der öffentlichen Gesundheit und steht im Einklang mit dem Ziel der Bundesregierung, die Raucherquote von Jugendlichen und Erwachsenen zu senken.“
Erwartete Zusatzeinnahmen
Durch die höheren Steuersätze rechnet der Staat mit zusätzlichen Einnahmen. Für das Jahr 2027 werden laut Bericht Mehreinnahmen von etwa 756 Millionen Euro erwartet.
Da die Steuererhöhungen schrittweise umgesetzt werden sollen, würden die zusätzlichen Einnahmen in den Folgejahren weiter steigen. Für das Jahr 2030 wird ein Aufkommen von rund 3,589 Milliarden Euro prognostiziert.

