Rindfleischpreise steigen weiter: Warum knapper werdende Bestände das Fleisch zum Luxusgut machen
Die Preise für Rindfleisch in Deutschland kennen seit einiger Zeit nur eine Richtung: nach oben. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Wer beim Metzger oder im Supermarkt ein hochwertiges Rindersteak kaufen möchte, muss inzwischen tief in die Tasche greifen. Beträge zwischen 40 und über 50 Euro pro Kilo gelten mittlerweile als gängige Preisregion – deutlich oberhalb der allgemeinen Inflationsrate.
Rückgang der Rinderbestände
Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung liegt im sinkenden Viehbestand. Laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft geht die Zahl der gehaltenen Rinder seit Jahren zurück. Während im Mai 2015 noch rund 12,6 Millionen Tiere auf deutschen Höfen standen, waren es im gleichen Monat dieses Jahres nur noch etwa 10,3 Millionen. Weniger Tiere bedeuten zwangsläufig auch eine geringere Zahl an Schlachtungen.
Europaweite Entwicklung
Zwar gelangt zusätzlich Fleisch aus dem Ausland auf den deutschen Markt, doch auch in anderen europäischen Ländern schrumpfen die Bestände. Damit verringert sich das Angebot insgesamt, was die Preisspirale weiter antreibt.
Einfluss von Tierkrankheiten
Neben strukturellen Ursachen trug zeitweise auch eine Tierkrankheit zur Verteuerung bei. Die sogenannte Blauzungenkrankheit, für Menschen zwar ungefährlich, wirkte sich auf den Handel mit Rindern und deren Fleisch aus und verschärfte die ohnehin angespannte Marktsituation.

