Rotkohl unter der Lupe: Fertigprodukte für die Festtage im Test
- 5. Dez. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Rotkohl gehört in der Weihnachtszeit zu den beliebtesten Beilagen. Wer sich die Zubereitung erleichtern möchte, greift oft zu Fertigprodukten. Öko-Test hat 20 Rotkohlprodukte aus Gläsern und Standbeuteln geprüft, darunter sechs aus biologischem Anbau. Mehr dazu im LSJonline-Mittagsmagazin.
Die Preise für 500 Gramm Rotkohl lagen zwischen 51 Cent und 1,61 Euro. Besonders im Fokus: Varianten mit Apfel oder Apfelbestandteilen, die häufig für einen feineren Geschmack sorgen.
Der Prüfprozess: Worauf es ankommt
Die Testprodukte wurden einer umfangreichen Analyse unterzogen. Neben einer professionellen Verkostung wurden sie in Labors auf Pestizide, Schwermetalle wie Blei, Cadmium und Aluminium sowie auf Schimmelpilzgifte untersucht. Gute Nachrichten: Schimmelpilzgifte wie Patulin und problematische Schwermetallwerte waren kein Thema. Auch Nitrat und Bisphenol A lagen weit unter den erlaubten Höchstwerten. Zusätzlich wurde der Gesamtzuckergehalt überprüft und mit den Angaben auf der Verpackung verglichen.
Sieger und Verlierer im Rotkohlsortiment
Spitzenreiter
Alle sechs Bio-Produkte überzeugten mit der Bestnote „Sehr gut“. Dazu zählen der Dennree Rotkohl(1,02 Euro) und der Edeka Bio Delikatess Apfelrotkohl (1,10 Euro), beide erhältlich im Glas. Auch einige konventionelle Marken schnitten gut ab, etwa der Ja! Delikatess Apfel-Rotkohl von Rewe (88 Cent).
Enttäuschungen
Zwei Produkte fielen durch: Der K-Classic Delikatess Apfelrotkohl von Kaufland und der Hainich Apfel-Rotkohl erhielten die Noten „Mangelhaft“ und „Ungenügend“. In ihnen wurden Pestizidrückstände festgestellt, darunter Spuren der potenziell schädlichen Stoffe Captan und Spirotetramat. Letzterer könnte die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Geschmack und Sensorik als Kritikpunkt
Neben den Schadstofffunden gab es auch geschmackliche Mängel: Der Rotkohl von Kaufland wurde als „aromaarm“ beschrieben und war nicht sauer genug. Das Hainich-Produkt fiel durch eine „unabgestimmte Würze“ und eine fehlende süß-säuerliche Note negativ auf.
Bio punktet, konventionell teils mit Schwächen
Für die festliche Tafel sind vor allem Bio-Rotkohlprodukte eine sichere Wahl. Einige konventionelle Alternativen können mithalten, doch lohnt sich ein genauer Blick auf Testergebnisse – insbesondere, wenn der Geschmack und die Inhaltsstoffe gleichermaßen überzeugen sollen.


