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Sarkozy frei: Ex-Präsident kämpft nach drei Wochen Haft weiter um seine Unschuld

10. Nov. 2025
1 Min. Lesezeit

Nach rund drei Wochen hinter Gittern ist Frankreichs ehemaliger Staatschef Nicolas Sarkozy aus der Haft entlassen worden. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Seine Inhaftierung hatte landesweit für Aufsehen gesorgt – nun darf er das Gefängnis vorerst verlassen, während das juristische Verfahren weiterläuft.


Hintergrund des Falls


Ende September hatte ein Gericht Sarkozy wegen „krimineller Verschwörung“ schuldig gesprochen. Der Vorwurf: Enge Vertraute des Politikers sollen versucht haben, für seinen erfolgreichen Wahlkampf im Jahr 2007 finanzielle Unterstützung vom damaligen libyschen Diktator Muammar al-Gaddafi zu erhalten.


Von den übrigen Anschuldigungen – darunter Korruption und illegale Wahlkampffinanzierung – wurde Sarkozy freigesprochen. Das Gericht stellte fest, dass keine Beweise dafür vorliegen, dass tatsächlich Geld aus Libyen in seine Kampagne geflossen sei oder eine konkrete Vereinbarung bestanden habe. Dennoch betonte das Gericht die „außergewöhnliche Schwere“ des Falls und verfügte die sofortige Vollstreckung der Haftstrafe.


Ein beispielloser Vorgang


Am 21. Oktober trat Sarkozy schließlich seine Haft an – ein in der französischen Geschichte einzigartiger Moment, da ein ehemaliger Präsident nur selten tatsächlich ins Gefängnis muss. Obwohl der Politiker Berufung einlegte, blieb das Gericht bei seiner Entscheidung, die Strafe vorläufig zu vollstrecken.


Sarkozys Reaktion


Nach seiner Entlassung meldete sich Sarkozy mit kämpferischen Worten zu Wort: „Ich werde bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, um meine vollständige Unschuld zu beweisen.“


Sein juristischer Kampf ist damit noch nicht beendet. Die zweite Instanz wird sich frühestens im kommenden Jahr mit dem Fall befassen. Ob Sarkozy dort auf einen Freispruch oder eine mildere Strafe hoffen darf, bleibt offen.

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