Spionageverdacht: Ehepaar soll Kontakte zu Forschenden für chinesischen Geheimdienst genutzt haben
- 20. Mai
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In München hat die Bundesanwaltschaft zwei deutsche Staatsangehörige festnehmen lassen, gegen die der Verdacht besteht, für einen chinesischen Nachrichtendienst tätig gewesen zu sein. Bei den Beschuldigten handelt es sich um das Ehepaar Xuejun C. und Hua S. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Kontakte zu Forschungseinrichtungen im Fokus
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden sollen die beiden gezielt Beziehungen zu Wissenschaftler:innen an Hochschulen und Forschungsinstituten in Deutschland aufgebaut haben. Im Mittelpunkt standen dabei offenbar Fachbereiche wie Luft- und Raumfahrttechnik, Informatik sowie Künstliche Intelligenz. Der Verdacht lautet, dass auf diesem Weg wissenschaftliche Erkenntnisse mit möglichem Bezug zu militärischer Technologie beschafft werden sollten.
Durchsuchungen und Haftprüfung
Im Zuge der Ermittlungen wurden in München sowohl Wohnungen als auch Arbeitsstätten der Festgenommenen durchsucht. Noch am heutigen Tag sollen sie einem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden. Dieser entscheidet über die Verkündung der Haftbefehle sowie über eine mögliche Untersuchungshaft.
Weitere Maßnahmen in mehreren Bundesländern
Darüber hinaus richteten sich Ermittlungsmaßnahmen gegen zehn weitere Personen, die nicht als tatverdächtig gelten, jedoch als Zeug:innen infrage kommen. Diese Einsätze fanden in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen statt.

