Venedig: Eintrittspreise für Tagestouristen könnten deutlich steigen
- 27. Juli
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Ein Besuch in Venedig könnte für Tagesgäste künftig spürbar kostspieliger werden. Nachdem die Stadt mit ihrem Eintrittssystem hohe Einnahmen erzielt hat, wird nun über eine erneute Anhebung der Gebühren nachgedacht. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Millionen-Einnahmen durch Eintrittssystem
Im laufenden Jahr wurden durch die Eintrittsregelung mehr als fünf Millionen Euro eingenommen. An insgesamt 60 Tagen mussten Tagesbesucher für den Zugang zur Lagunenstadt bezahlen. Je nach Zeitpunkt der Buchung lag der Preis bei fünf oder zehn Euro. Insgesamt entrichteten rund 650.000 Menschen die Gebühr.
Höhere Preise ab 2027 im Gespräch
Für das Jahr 2027 steht bereits eine mögliche Verschärfung der Regelung zur Debatte. Der neu gewählte Bürgermeister brachte Eintrittspreise zwischen 30 und 50 Euro für besonders stark frequentierte Tage ins Spiel. Eine endgültige Entscheidung wurde bislang jedoch nicht getroffen.
Vorreiter im Kampf gegen Overtourism
Bereits 2024 führte Venedig als erste Stadt weltweit eine Eintrittsgebühr für Tagesgäste ein. Ziel der Maßnahme war es, den starken Besucherandrang einzudämmen und die historische Altstadt zu entlasten.
Wirkung bleibt umstritten
Ob das Konzept den gewünschten Effekt erzielt, ist allerdings umstritten. Kritiker weisen darauf hin, dass die Zahl der Besucher trotz der Gebühren bisher nicht zurückgegangen ist.
Historische Altstadt unter Druck
Während in der Altstadt inzwischen weniger als 50.000 Menschen dauerhaft leben, strömen Jahr für Jahr Millionen Reisende aus aller Welt in die Stadt. Das Spannungsfeld zwischen Tourismus und Lebensqualität bleibt damit eine der größten Herausforderungen Venedigs.

