Wehrdienst-Debatte: Breuer warnt vor Zufallsprinzip und setzt auf Freiwilligkeit
- 3. Nov. 2025
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Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, hat sich deutlich gegen ein mögliches Losverfahren bei der künftigen Wehrdienstregelung ausgesprochen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Stattdessen fordert er eine Musterung aller jungen Männer, um im Falle einer militärischen Bedrohung keine wertvolle Zeit zu verlieren.
Freiwilligkeit statt Zufall
Nach Ansicht Breuers hätte ein Losverfahren den Nachteil, dass junge Menschen zufällig zum Dienst eingezogen würden – unabhängig davon, ob sie überhaupt Interesse am Militärdienst hätten. Er betont, dass freiwilliges Engagement die Truppe langfristig stärke: „Das Prinzip der Freiwilligkeit führt dazu, dass die Bundeswehr mehr Soldat:innen bekommt.“
Wenn Freiwillige nicht ausreichen
Sollte sich zeigen, dass zu wenige Freiwillige bereitstehen, könne laut Breuer eine verpflichtende Einberufung durch Kabinett und Bundestag beschlossen werden. In diesem Fall wolle man gezielt jene auswählen, „die besonders qualifiziert und motiviert sind“,sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.
Neues Wehrdienstgesetz in Vorbereitung
Aktuell diskutiert der Bundestag über ein neues Wehrdienstgesetz, das zum 1. Januar in Kraft treten soll. Der Einstieg in den Dienst soll zunächst auf Freiwilligkeit beruhen.
Die Union und die SPD hatten hingegen vorgeschlagen, junge Männer per Losverfahren zur Musterung und gegebenenfalls auch zum Pflichtdienst heranzuziehen, falls sich nicht genügend Freiwillige finden. Innerhalb der Koalition ist weiterhin umstritten, wie vorzugehen ist, wenn die freiwillige Basis nicht ausreicht, um den Personalbedarf der Bundeswehr zu decken.

