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Wenn die Nacht zu warm wird: Warum hohe Temperaturen den Schlaf stören

  • 4. Aug.
  • 2 Min. Lesezeit

Steigen die Temperaturen in den Sommermonaten, leiden viele Menschen unter Ein- und Durchschlafproblemen. Der Grund: Für einen erholsamen Schlaf muss der Körper seine Temperatur absenken. Ist die Umgebung zu warm, gelingt dieser natürliche Prozess deutlich schlechter. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Untersuchungen zeigen, dass Hitze nicht nur das Einschlafen erschwert, sondern auch die Schlafqualität insgesamt beeinträchtigt. Besonders der Tiefschlaf – eine wichtige Phase für die körperliche und geistige Regeneration – fällt bei hohen Temperaturen oft kürzer aus.


Welche Raumtemperatur optimal ist


Schlafexperten empfehlen für das Schlafzimmer eine Temperatur zwischen 17 und 22 Grad Celsius. Wird dieser Bereich dauerhaft überschritten und liegen die Temperaturen über etwa 25 Grad, wirkt sich das nachweislich negativ auf die Qualität des Schlafs aus.


Warum ausreichender Schlaf so wichtig ist


Während der Nacht laufen zahlreiche lebenswichtige Prozesse im Körper ab. Das Gehirn verarbeitet Erlebnisse und Informationen, Stoffwechselprodukte werden abtransportiert und das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren. Erholsamer Schlaf trägt somit entscheidend zur körperlichen und psychischen Gesundheit bei.


Bleibt diese Erholungsphase regelmäßig aus, erhöht sich langfristig das Risiko für verschiedene Erkrankungen. Dazu zählen unter anderem Infektionskrankheiten, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall sowie Übergewicht, Diabetes und möglicherweise auch Demenz.


Klimawandel verschärft das Problem


Mit der Zunahme heißer Nächte infolge des menschengemachten Klimawandels gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung. Wissenschaftler beobachten weltweit, dass bereits leicht erhöhte Nachttemperaturen zu einer verkürzten Schlafdauer führen – mit spürbaren Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung.


„Wir sehen inzwischen weltweit übereinstimmende Belege dafür, dass bereits ein moderater Anstieg der nächtlichen Temperaturen selbst in wohlhabenden Bevölkerungen dazu führt, dass Menschen durch Hitze deutlich kürzer schlafen. Diese verkürzten Nächte haben reale Folgen für die öffentliche Gesundheit“, so Kelton Minor, Professor am Department of Psychology for Social Data Science.


Besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen


Vor allem Menschen in einkommensschwachen Regionen sowie in Gebieten mit dauerhaft hohen Nachttemperaturen sind von den Auswirkungen betroffen. Nach Einschätzung der Forschenden dürfte das tatsächliche Ausmaß der Problematik sogar größer sein als bisher angenommen, da besonders gefährdete Gruppen in vielen Datensätzen nur unzureichend erfasst werden.

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