Zufriedenheit steigt leicht: Immer mehr Beschäftigte bewerten Leben und Arbeit positiver
- 9. Apr.
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Die Stimmung unter Beschäftigten in Deutschland hat sich zuletzt etwas verbessert. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".
Mehr Menschen bewerten ihre persönliche Lebenssituation und ihre beruflichen Perspektiven wieder positiver – auch wenn insgesamt weiterhin weniger als die Hälfte wirklich zufrieden ist. Grundlage dafür ist die Studie „State of the Global Workplace 2026“, die sich auf Daten aus dem vergangenen Jahr stützt. Aktuelle geopolitische Entwicklungen wie der Iran-Krieg wurden dabei noch nicht berücksichtigt.
Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr
Der Anteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland, die ihr Leben insgesamt positiv einschätzen, ist leicht gestiegen: von 45 Prozent im Jahr 2024 auf nun 48 Prozent. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland damit deutlich über dem globalen Durchschnitt von 34 Prozent (2024: 33 Prozent).
Parallel dazu berichten weniger Beschäftigte von hohem Stress. Während im Jahr 2024 noch 41 Prozent angaben, sich am Vortag stark belastet gefühlt zu haben, sind es aktuell 38 Prozent. Allerdings hat sich der Optimismus in Bezug auf den Arbeitsmarkt etwas abgeschwächt: 67 Prozent sehen ihre Chancen grundsätzlich positiv – ein Rückgang gegenüber 72 Prozent im Vorjahr.
Bedeutung von Erholung im Arbeitsalltag
„Stress ist ein Teil des Lebens", sagt der Director of Research & Analytics bei Gallup, Marco Nink. Zum Problem werde er dann, wenn die Erholung ausbleibe. „Abschalten nach der Arbeit ist extrem wichtig - nicht nur für das psychische Wohlbefinden, sondern auch, um langfristig gesund, leistungsfähig und produktiv zu bleiben."
Trotz einer leichten Verbesserung der allgemeinen Lebensbewertung nach zuvor sinkenden Werten bleibt die Situation ambivalent: Noch immer blickt weniger als die Hälfte der Beschäftigten zufrieden auf das eigene Leben und mit Zuversicht in die Zukunft.
Deutschland im europäischen Vergleich
Für die Studie wurden weltweit 141.444 Erwerbstätige in 149 Ländern befragt, darunter 38 Staaten in Europa. Deutschland belegt im europäischen Ranking Platz 20 und hat sich damit leicht verbessert (Vorjahr: Platz 21). Insgesamt befindet sich das Land – ähnlich wie Österreich und die Schweiz – im Mittelfeld. An der Spitze stehen weiterhin nordeuropäische Länder: Finnland erreicht eine Zufriedenheit von 81 Prozent, gefolgt von Island und Dänemark (jeweils 78 Prozent) sowie Schweden mit 69 Prozent.

