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1937-2026: König Harald V. von Norwegen ist tot

28. Aug.
2 Min. Lesezeit

Norwegen hat seinen König verloren: Harald V. ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Das norwegische Königshaus bestätigte den Tod des Monarchen. Nach seinem Ableben übernimmt sein 53-jähriger Sohn Haakon den norwegischen Thron. Mehr dazu in den Royal-News.


Gesundheitszustand zuletzt dramatisch


Harald V. war bereits vor rund eineinhalb Wochen in ein Krankenhaus in Oslo gebracht worden. Am Donnerstag hatte der Palast mitgeteilt, dass sich der Gesundheitszustand des Königs in einem "extrem ernstem" Zustand befinde.


Die Nachricht sorgte auch in der Bevölkerung für große Anteilnahme. Vor dem Königspalast kamen hunderte Menschen zusammen, um dem Monarchen ihre Verbundenheit zu zeigen. Kronprinz Haakon und Königin Sonja sagten unterdessen sämtliche geplanten Termine ab. Gemeinsam mit weiteren Angehörigen der königlichen Familie versammelten sie sich am Krankenbett des Königs.


Infektion verschärfte die Lage


Harald V. litt unter einer bestimmten Form von Blutarmut. Am Montag der vergangenen Woche war er deshalb in das Rikshospitalet in Oslo aufgenommen worden. Nach Angaben des Palasts verschlechterte sich sein Zustand im Laufe des Wochenendes. Zusätzlich wurde bei dem Monarchen eine bakterielle Blutinfektion festgestellt. Zu ihrer Behandlung erhielt Harald V. Antibiotika.


Harald wurde am 21. Februar 1937 geboren. Seine frühen Jahre waren vom Zweiten Weltkrieg und der deutschen Besetzung Norwegens überschattet. Gemeinsam mit seiner Mutter und seinen Schwestern lebte er während dieser Zeit im Exil in den Vereinigten Staaten.


Kindheit im Exil und Leidenschaft für den Segelsport


Eine besondere Leidenschaft entwickelte Harald für den Sport. Vor allem das Segeln gehörte zu seinen großen Interessen. Er startete bei mehreren Olympischen Spielen und konnte sogar einen Weltmeistertitel erringen. Daneben setzte er sich für den Schutz der Natur ein.


Auch in seinem Privatleben sorgte Harald für einen Bruch mit überlieferten Konventionen. 1968 heiratete er Sonja Haraldsen, die nicht aus einem Königshaus stammte. Die Verbindung galt damals als deutliche Abkehr von den traditionellen Vorstellungen über standesgemäße Ehen innerhalb der Monarchie.


Königshaus zuletzt von Krisen belastet


Der Tod Haralds trifft die norwegische Königsfamilie in einer Phase, in der sie mit erheblichen Problemen zu kämpfen hat. Verschiedene Affären und Kontroversen haben in den vergangenen Jahren das öffentliche Ansehen der Monarchie belastet.


Auch Kronprinzessin Mette-Marit, die Ehefrau von Haralds Sohn und Nachfolger Haakon, geriet stark unter Druck. Im Mittelpunkt der Kritik stand unter anderem ihre frühere Freundschaft mit Jeffrey Epstein, der wegen Sexualstraftaten verurteilt worden war.


Für zusätzliche Schlagzeilen sorgte Mette-Marits Sohn Marius Hoiby, der aus einer früheren Beziehung stammt. Im Juni wurde er wegen Vergewaltigung und häuslicher Gewalt zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt.

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