Achtsamkeit im Alltag: Das macht Musik mit unserer Seele
- vor 8 Stunden
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Musik begleitet uns durch viele Situationen: Sie läuft im Hintergrund, wenn wir unterwegs sind, hilft beim Abschalten oder wird gemeinsam mit anderen aktiv erlebt. Dabei kann Musik weit mehr sein als reine Unterhaltung.
Mehr dazu heute in GEFÜHLSSACHE.
Untersuchungen weisen darauf hin, dass sie sich positiv auf unser körperliches und seelisches Wohlbefinden auswirken kann. Welche Form dabei besonders hilfreich ist, hängt allerdings stark von der jeweiligen Person ab.
Wenn Musik zur Entspannung beiträgt
Für viele Menschen gehört Musikhören zum Alltag. Ein vertrautes Lied kann beispielsweise dabei helfen, in angespannten Situationen zur Ruhe zu kommen. Auch körperliche Reaktionen auf Stress können beeinflusst werden. So kann Musikhören unter anderem dazu beitragen, den Cortisolspiegel – also die Ausschüttung eines wichtigen Stresshormons – zu reduzieren.
Gleichzeitig kann Musik unsere Stimmung beeinflussen. Ängste, Anspannung oder Nervosität können abgeschwächt werden, während positive Gefühle wie Freude stärker in den Vordergrund treten.
Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Musik die eigene Wahrnehmung und das Selbstbewusstsein positiv beeinflussen kann.
Musik als Unterstützung für die Genesung
Die Wirkung von Musik beschränkt sich nicht ausschließlich auf die Psyche. Beim Hören von Musik wurden unter anderem Veränderungen der Herzfrequenz und des Blutdrucks beobachtet. Dadurch kann Musik möglicherweise auch Erholungsprozesse unterstützen – beispielsweise nach einer Erkrankung oder einem operativen Eingriff.
Auch bei älteren Menschen wurden positive Zusammenhänge festgestellt. Untersuchungen zeigen, dass sowohl Live-Musik als auch das passive Hören und das eigene Musizieren in gewissem Umfang dazu beitragen können, chronische Schmerzen zu reduzieren.
Gemeinsam musizieren verbindet
Wer selbst Musik macht, kann davon auf unterschiedliche Weise profitieren. Besonders interessant ist dabei das gemeinsame Musizieren. Beim Singen oder Spielen in einer Gruppe entstehen soziale Kontakte und ein Gefühl der Verbundenheit. Gerade gemeinsames Singen, etwa in einem Chor, kann deshalb positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden haben.
Beim aktiven Musizieren kann außerdem ein sogenannter Flow-Zustand entstehen. Dabei geht die Aufmerksamkeit vollständig in der jeweiligen Tätigkeit auf. Dieses intensive Erleben kann als besonders befriedigend empfunden werden und zur persönlichen Zufriedenheit beitragen.
Musik kann darüber hinaus Struktur in den Alltag bringen und das Gefühl vermitteln, einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen.
Was im Gehirn passiert
Auch aus neurologischer Sicht ist Musik interessant. Bei Menschen, die regelmäßig musizieren, scheint das Gehirn Informationen aus unterschiedlichen Sinnesbereichen besonders gut miteinander zu verknüpfen. Das Zusammenspiel von beispielsweise akustischen und visuellen Informationen kann dadurch effizienter werden. Diese Fähigkeit kann wiederum bei der Verarbeitung komplexer Informationen hilfreich sein.
Musiktherapie: individuell statt nach Schema
Eine besondere Form der musikalischen Anwendung ist die Musiktherapie. Hier wird Musik nicht nur zur Unterhaltung eingesetzt, sondern gezielt als therapeutisches Mittel genutzt.
Mögliche Ziele sind unter anderem:
das allgemeine Wohlbefinden zu steigern,
Stress zu reduzieren,
Schmerzen zu lindern,
Gefühle auszudrücken und zu verarbeiten,
das Gedächtnis zu unterstützen,
die Kommunikation zu erleichtern,
körperliche Erholungsprozesse zu begleiten.
Studien zeigen zudem positive Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Ein möglicher Grund dafür ist, dass musiktherapeutische Maßnahmen an die Bedürfnisse und Voraussetzungen der jeweiligen Person angepasst werden können.

