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Achtsamkeit im Alltag: Warum gemeinsame Erledigungen zum Datingtrend werden

  • vor 22 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Romantik wird oft mit großen Gesten verbunden: Candle-Light-Dinner, aufwendige Dates oder besondere Ausflüge. Doch ein neuer Trend stellt diese Vorstellung auf den Kopf. Mehr dazu jetzt in "Mindful Monday" im LSJonline-Mittagsmagazin.


Statt besonderer Inszenierungen rückt der Alltag in den Mittelpunkt – und genau dort soll Nähe entstehen. Der Begriff „Choremancing“ beschreibt diese Entwicklung: eine Mischung aus Routineaufgaben und bewusst erlebter Zweisamkeit.


Alltag neu gedacht: Wenn Pflichten verbinden


Was zunächst wenig verlockend klingt, hat durchaus Charme. Gemeinsam Wäsche machen, einkaufen oder die Wohnung aufräumen – all das sind Dinge, die ohnehin erledigt werden müssen. Warum also nicht zusammen daraus Zeit zu zweit machen?


Gerade in längeren Beziehungen, wenn der Alltag durch Arbeit und Verpflichtungen geprägt ist, bleibt oft wenig Raum für klassische Dates. Choremancing setzt genau hier an: Es geht nicht darum, zusätzliche Zeit freizuschaufeln, sondern vorhandene Momente bewusster gemeinsam zu nutzen.


Weniger Druck beim Kennenlernen


Auch beim Dating gewinnt dieser Ansatz an Beliebtheit. Viele Singles haben genug von perfekt inszenierten Treffen, bei denen alles bewertet wird – vom Outfit bis zur Gesprächsführung. Stattdessen setzen sie auf ungezwungene Aktivitäten wie gemeinsames Einkaufen, einen Spaziergang oder kleine Projekte.


Der Vorteil: Die Aufmerksamkeit liegt nicht ausschließlich auf dem Gegenüber. Eine gemeinsame Aufgabe schafft eine entspannte Atmosphäre, in der Gespräche natürlicher entstehen und Pausen nicht unangenehm wirken.


Alltag als echter Persönlichkeitstest


Wer jemanden wirklich kennenlernen möchte, sollte ihn oder sie im Alltag erleben. Genau hier zeigt sich oft mehr als bei einem perfekt geplanten Abend. Wie geht die Person mit kleinen Herausforderungen um? Bleibt sie geduldig oder wird sie schnell gestresst? Und welche Entscheidungen trifft sie bei ganz simplen Dingen?


Solche scheinbar nebensächlichen Situationen geben oft tiefere Einblicke als große Worte oder romantische Kulissen. Schließlich besteht eine Beziehung langfristig vor allem aus gemeinsamen Alltagsmomenten.


So funktioniert ein Choremance-Date


Die Umsetzung ist denkbar einfach: Ein Blick auf die eigene To-do-Liste reicht oft schon aus. Gibt es Aufgaben, die sich gemeinsam erledigen lassen? Ob Einkaufen, Möbel aufbauen oder ein Raumprojekt – vieles wird zusammen nicht nur leichter, sondern auch unterhaltsamer.


Aus einer Pflicht wird so ein kleines gemeinsames Erlebnis. Vielleicht entsteht daraus sogar ein Ritual: ein Kaffee danach, ein kurzer Spaziergang oder einfach das gute Gefühl, etwas zusammen geschafft zu haben.


Die richtige Balance finden


Natürlich ersetzt dieser Trend nicht alle klassischen Dates. Abwechslung bleibt wichtig. Doch Choremancing bietet eine unkomplizierte Möglichkeit, mehr gemeinsame Zeit in den Alltag zu integrieren – ohne großen Aufwand oder Druck.

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