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Bargeld im Europa-Vergleich: Warum Deutsche und Österreicher weiterhin am liebsten bar bezahlen

  • 2. März
  • 1 Min. Lesezeit

In kaum einem anderen Teil Europas greifen Menschen so selbstverständlich zu Scheinen und Münzen wie in Deutschland und Österreich. Mehr dazu jetzt in den "Besser leben News".


Das geht aus einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Beratungsunternehmens BearingPoint hervor.


Deutlicher Anstieg in Deutschland


Bei der Frage nach dem bevorzugten Zahlungsmittel entschieden sich im Dezember 73 Prozent der 2.026 befragten Erwachsenen in Deutschland für Bargeld. Damit ist der Anteil sogar gewachsen – im Jahr zuvor lag er noch bei 69 Prozent. Anders sieht es in den übrigen untersuchten Staaten aus: Dort verliert das Bezahlen mit Scheinen und Münzen zunehmend an Bedeutung. Selbst in Österreich, wo Bargeld traditionell beliebt ist, sank die Nutzung leicht – aktuell gaben 71 Prozent der 1.000 Befragten an, am häufigsten bar zu zahlen.


Skandinavien setzt stärker auf digitale Lösungen


Besonders niedrig fällt die Bargeldquote in Nordeuropa aus. In Schweden nutzen lediglich 25 Prozent der Befragten überwiegend Bargeld. In Dänemark sind es 32 Prozent, in Finnland 42 Prozent. Bemerkenswert ist zudem, dass mehr als ein Viertel der Teilnehmenden in Schweden (27 Prozent) nach eigener Aussage vollständig ohne Bargeld auskommt. Zum Vergleich: In Deutschland betrifft das nur 2 Prozent, in Österreich sogar lediglich 1 Prozent der Befragten.


Blick in die Zukunft: Verschwindet das Bargeld?


Ein vollständiges Ende des Bargelds innerhalb der kommenden zehn Jahre halten 37 Prozent der Befragten in den neun untersuchten Ländern für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich. Am stärksten vertreten ist diese Erwartung in Dänemark, wo die Hälfte der Befragten (50 Prozent) davon ausgeht, dass Scheine und Münzen bald keine Rolle mehr spielen werden. In Deutschland rechnen 33 Prozent mit diesem Szenario, in Österreich 29 Prozent.

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