E-Autos: Warum Benziner und Diesel bei den Neuzulassungen deutlich zurückfallen
Der deutsche Automarkt erlebt bei den Antriebsarten eine spürbare Verschiebung. Im September wurden 88.599 neue Fahrzeuge mit rein elektrischem Antrieb zugelassen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes hervor. Hohe Kosten für Benzin und Diesel dürften die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zusätzlich begünstigen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Verbrenner verlieren an Boden
Während die Zahl der Elektroautos zunahm, entwickelten sich die klassischen Antriebsarten deutlich schwächer. Bei den Benzinern wurden im September lediglich 44.632 Neuwagen zugelassen. Gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres entspricht das einem Rückgang von knapp 30 Prozent. Noch immer deutlich niedriger fiel die Zahl der neuen Diesel-Pkw aus. 23.058 Fahrzeuge mit Dieselmotor fanden im September einen neuen Halter. Damit lag das Ergebnis mehr als 20 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.
Gesamtmarkt wächst
Unabhängig vom Antrieb wurden im September insgesamt 256.774 Pkw neu zugelassen. Das waren rund neun Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Besonders stark entwickelte sich dabei der private Automarkt. Die Zahl der Neuzulassungen auf private Halter nahm um 28,5 Prozent zu. Bei den gewerblichen Zulassungen war dagegen ein leichter Rückgang zu verzeichnen: Sie lagen 1,2 Prozent unter dem Septemberwert des Vorjahres.
Staatliche Förderung erreicht erste große Marke
Auch die staatliche Unterstützung für den Kauf von Elektrofahrzeugen zeigt Wirkung. Nach Angaben der Bundesregierung wurden seit dem Start der neuen Förderung im Mai bereits 100.000 Anträge ausgezahlt. Förderfähig sind Fahrzeuge, die seit dem 1. Januar dieses Jahres zugelassen wurden. Wie hoch der Zuschuss ausfällt, richtet sich unter anderem nach dem Fahrzeug, dem zu versteuernden Einkommen und der Anzahl der Kinder. In der Spitze sind bis zu 6.000 Euro Förderung möglich.
Wer Anspruch auf den Zuschuss hat
Die Förderung richtet sich ausschließlich an Privatpersonen. Das zu versteuernde Jahreseinkommen des Haushalts darf grundsätzlich 80.000 Euro nicht überschreiten. Für Familien erhöht sich diese Grenze. Bei bis zu zwei Kindern unter 18 Jahren kommen jeweils 5.000 Euro hinzu. Dadurch kann die maximale Einkommensgrenze auf 90.000 Euro steigen.
Milliarden für die Förderung eingeplant
Für das staatliche Programm stehen insgesamt drei Milliarden Euro zur Verfügung. Nach der derzeitigen Schätzung der Bundesregierung könnten damit zwischen 2026 und 2029 rund 800.000 Fahrzeuge gefördert werden. Die aktuellen Zulassungszahlen zeigen damit nicht nur ein Wachstum des gesamten Pkw-Marktes, sondern auch eine zunehmende Verschiebung weg von Benzin- und Dieselfahrzeugen hin zur Elektromobilität.

