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Heizungswende neu geregelt: Schwarz-Rot kippt Habecks Gesetz und setzt weiter auf Öl und Gas

  • vor 8 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Union und SPD haben sich auf eine Neuausrichtung der Regeln für Heizsysteme verständigt. Damit wird das bisherige Heizungsgesetz von Robert Habeck außer Kraft gesetzt. Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohngebäuden sollen künftig weiterhin Öl- und Gasheizungen installieren dürfen. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Neue Vorgaben ab 2029


Ganz ohne Auflagen bleibt es jedoch nicht: Ab Januar 2029 müssen neu eingebaute Anlagen schrittweise stärker mit klimafreundlichen Energieträgern betrieben werden. Dazu zählen unter anderem Biomethan, synthetisch hergestelltes Methan sowie unterschiedliche Formen von Wasserstoff.


Der vorgeschriebene Anteil sogenannter „grüner“ Brennstoffe soll zunächst bei mindestens zehn Prozent liegen. Bis 2040 ist eine stufenweise Anhebung vorgesehen. Wie hoch der verpflichtende Anteil am Ende tatsächlich sein wird, ist bislang noch nicht abschließend festgelegt.


Unsicherheiten bei Versorgung und Kosten


Offen bleibt vor allem, ob ausreichend klimaneutrale Gase verfügbar sein werden. Fachleute weisen darauf hin, dass diese Energieträger teuer sind und möglichst gezielt eingesetzt werden sollten. Das Institut der deutschen Wirtschaftwarnt davor, dass ihr Einsatz in privaten Heizungsanlagen wirtschaftlich problematisch sein könnte. Grüne Brennstoffe hätten „im Heizungskeller in der Regel nichts verloren und drohen für Haushalte zur Kostenfalle zu werden.“


Kritik von Umweltverbänden


Auch Umweltorganisationen äußern deutliche Vorbehalte. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland sieht klimapolitische Risiken und kritisiert die Einigung scharf. „Es ist unverantwortlich, diese fossile Mogelpackung als Klimaschutz zu verkaufen,“ heißt es vonseiten des Verbands. Damit bleibt die Reform politisch umstritten – sowohl hinsichtlich ihrer ökologischen Wirkung als auch mit Blick auf die finanziellen Folgen für Verbraucherinnen und Verbraucher.

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