Meereis erholt sich leicht: Fläche nach Jahren extremer Tiefststände wieder gewachsen
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Nach mehreren Jahren mit ungewöhnlich niedrigen Werten zeigt sich rund um den Südpol eine vorsichtige Entspannung: Die Eisdecke auf dem Meer hat wieder etwas an Fläche gewonnen. Mehr dazu in den Klima-News.
Trotz dieser Entwicklung liegt das Niveau weiterhin im unteren Bereich der historischen Messungen. Seit Beginn der systematischen Beobachtungen im Jahr 1979 wurde eine noch kleinere Eisfläche nur 15-mal registriert.
Entwicklung seit den 1970er-Jahren
Über viele Jahrzehnte hinweg galt das Meereis in der Antarktis als vergleichsweise stabil. Im Unterschied zur Arktis nahm seine Ausdehnung sogar leicht zu. Dieses Bild änderte sich jedoch in den letzten Jahren deutlich. Nach Angaben des NSIDC wurde seit August 2016 in nahezu jedem Monat ein deutlicher Rückgang der Eisfläche festgestellt. Den bisher geringsten Stand erreichte die gemessene Ausdehnung schließlich im Februar 2023.
Was Meereis eigentlich ist
Meereis entsteht, wenn Meerwasser an der Oberfläche gefriert und als Eisdecke auf dem Ozean treibt. Anders als Gletschereis bildet es sich direkt im Meer und kann sich mit Strömungen und Wind bewegen.
Warum der Rückgang Folgen hat
Der Verlust von Meereis hat weitreichende Konsequenzen – sowohl für das Klima als auch für Ökosysteme und letztlich für den Menschen. Während helle Schnee- und Eisflächen einen großen Teil der Sonnenstrahlung zurück ins All reflektieren, verhält sich die dunkle Meeresoberfläche anders: Sie nimmt die Energie auf und speichert Wärme. Dadurch kann sich die Erwärmung der Erde zusätzlich verstärken.


