Personalkarussell dreht sich: Mehrere Posten werden zusätzlich neu besetzt
- vor 23 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Die CDU hat eine neue Generalsekretärin: Franziska Hoppermann übernimmt künftig diese zentrale Funktion innerhalb der Partei. Der Vorschlag kam von Bundeskanzler und CDU-Vorsitzendem Friedrich Merz, der die Personalentscheidung im Rahmen einer Sitzung des Parteipräsidiums präsentierte. Im Anschluss sprach sich der Bundesvorstand einstimmig für die 44-Jährige aus. Bis zur offiziellen Bestätigung auf dem nächsten Bundesparteitag führt Hoppermann das Amt zunächst kommissarisch. Alles dazu in Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.
Von der Schatzmeisterin zur Generalsekretärin
Die Hamburger Bundestagsabgeordnete tritt die Nachfolge von Carsten Linnemann an, der künftig das Bundesgesundheitsministerium leiten soll. Während Hoppermann bislang eher im Hintergrund der Parteiarbeit agierte, dürfte sie als Generalsekretärin künftig deutlich stärker im öffentlichen Fokus stehen.
Seit 2021 vertritt die Diplom-Kauffrau den Wahlkreis Hamburg-Wandsbek im Deutschen Bundestag. Dort arbeitet sie unter anderem im Haushaltsausschuss sowie im Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung. Als bisherige Bundesschatzmeisterin gehörte sie bereits dem CDU-Präsidium an.
Weitere Veränderungen im Regierungsteam
Neben der Neubesetzung des Generalsekretärspostens kündigte Merz weitere personelle Änderungen innerhalb der Bundesregierung an. Gitta Connemann soll ihre bisherige Funktion als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium aufgeben und künftig im Digitalministerium tätig sein. Ihre Aufgaben im Wirtschaftsressort soll der CDU-Bundestagsabgeordnete und rheinland-pfälzische Generalsekretär Johannes Steiniger übernehmen.
Auch im Gesundheitsministerium ist ein Wechsel vorgesehen. Die bisherige Sport-Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Christiane Schenderlein, soll dort als Parlamentarische Staatssekretärin auf Tino Sorge folgen. Wer künftig ihre Aufgaben im Kanzleramt übernimmt, ist bislang noch offen.
Hintergrund der Umbildung
Bereits am Sonntag hatte Merz den bisherigen Parlamentarischen Geschäftsführer Thorsten Bilger zum neuen Bundesverkehrsminister ernannt. Die Ablösung seines Vorgängers Patrick Schnieder stieß innerhalb der CDU auf deutliche Kritik.
Auslöser für die umfassenden Personalentscheidungen war der Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn. Bereits in der vergangenen Woche stand fest, dass Kanzleramtschef Thorsten Frei dessen Nachfolge übernehmen soll.
Im Zuge der Neuordnung wechselt außerdem die bisherige Gesundheitsministerin Nina Warken an die Spitze des Bundeskanzleramts. Ihr bisheriges Ministeramt übernimmt künftig Carsten Linnemann.

