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Russischer Großangriff: Tote, Verletzte und massive Zerstörungen nach Angriffen auf Kiew

  • vor 2 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Bei schweren russischen Luftangriffen auf Kiew und das Umland sind nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden schließen nicht aus, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko kamen in der Hauptstadt mindestens zwei Personen ums Leben. Zudem wurden mindestens 69 Verletzte registriert. Auch im Gebiet rund um Kiew gab es Tote und Verletzte: Verwaltungschef Mykola Kalaschnyk sprach von zwei Todesopfern und neun Verletzten.


Große Schäden in der Hauptstadt


Bilder des ukrainischen Zivilschutzes zeigen erhebliche Schäden an ziviler Infrastruktur sowie zahlreiche Brände, gegen die Einsatzkräfte über Stunden vorgingen. In der Nacht und bis in den Morgen hinein wurde in Kiew wiederholt Luftalarm ausgelöst, begleitet von Explosionen in mehreren Stadtteilen. Auch das zentral gelegene ARD-Studio wurde schwer getroffen und teilweise zerstört.


Umfangreicher Einsatz von Raketen und Drohnen


Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte setzte Russland bei dem Angriff 90 Raketen und Marschflugkörper sowie rund 600 Drohnen unterschiedlicher Bauart ein. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass dabei erneut auch eine Mittelstreckenrakete des Typs Oreschnik eingesetzt worden sei – erstmals in der Nähe von Kiew.


Russische Angaben zu den eingesetzten Waffensystemen


Die staatliche Nachrichtenagentur Interfax bestätigte den Einsatz der Rakete unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. Demnach kamen bei dem Angriff vier verschiedene Raketentypen zum Einsatz: Oreschnik, Iskander, Kinschal und Zirkon. Dabei handelt es sich um sogenannte Hyperschall-Raketen, die sich durch ihre besonders hohe Geschwindigkeit auszeichnen. Laut russischer Darstellung sei der Angriff eine Reaktion auf ukrainische Angriffe in der Region Luhansk.


Oreschnik gilt als besonders bedrohlich


Die Oreschnik-Rakete zählt wegen ihres hohen Zerstörungspotenzials zu den besonders gefürchteten Waffensystemen. Sie ist auch in Belarus stationiert und kann sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 12.000 km/h und einer Reichweite von bis zu 5.000 Kilometern gilt sie als potenzielle Bedrohung weit über die Ukraine hinaus.

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