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Singles in Deutschland: Deutliche Unterschiede bei Alter, Geschlecht und Bildung

  • vor 4 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Eine aktuelle Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) beleuchtet, wie viele Menschen im Alter von 20 bis 54 Jahren in Deutschland ohne feste Partnerschaft leben. Dabei werden unter anderem Unterschiede nach Alter, Geschlecht und Bildungsabschluss sichtbar. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".


Bildungsabschluss beeinflusst die Partnerschaftssituation


Die Auswertung zeigt, dass das Bildungsniveau eine wichtige Rolle spielt. Menschen mit einem niedrigen oder mittleren Bildungsabschluss leben häufiger ohne feste Partnerschaft als Personen mit höherer Bildung. „Personen mit niedriger oder mittlerer Bildung sind mit 23 Prozent häufiger Singles als Hochgebildete, von denen lediglich 17 Prozent als Singles leben“, sagt Lena Frembs, wissenschaftliche Mitarbeiterin am BiB und Mitautorin der Studie.


Männer häufiger ohne feste Beziehung


Auch beim Geschlecht ergeben sich deutliche Unterschiede. In sämtlichen Altersgruppen leben Männer öfter ohne feste Partnerschaft als Frauen. Laut Lena Frembs gibt es dafür mehrere Erklärungen: Männer gehen im Durchschnitt später eine feste Beziehung ein. Zudem ist die Zahl der Männer in den jüngeren und mittleren Altersgruppen etwas höher als die der Frauen.


Singles sind keine einheitliche Bevölkerungsgruppe


Die Untersuchung macht deutlich, dass sich die Lebensrealitäten von Singles nicht über einen Kamm scheren lassen. „Die Studie zeigt, dass sich Singles weder pauschal als defizitär und benachteiligt noch als besonders frei und unabhängig beschreiben lassen. Die Ergebnisse machen vielmehr deutlich, wie unterschiedlich die Lebenslagen von Singles sind. Gerade deshalb, und aufgrund der hohen Verbreitung und zum Teil auch Dauerhaftigkeit dieser Lebensform ist Wissen über diese Bevölkerungsgruppe für verschiedene Politikfelder relevant − etwa für Fragen der Wohnungs- und Arbeitsmarktpolitik, der Familiengründung, der sozialen Absicherung oder der Besteuerung“, heißt es vom BiB.


Grundlage der Untersuchung


Die Ergebnisse beruhen auf dem familiendemografischen Panel FReDA. Für die Analyse wurde ein spezieller Single-Begriff verwendet, der sich nicht an der Wohnsituation orientiert. "Als Singles gelten Personen ohne Partnerin oder Partner und ohne Kinder - unabhängig von ihrer Wohnform. Alleinerziehende und getrennt Erziehende werden damit nicht berücksichtigt." Damit unterscheidet sich die Definition von der amtlichen Statistik. Dort wird in erster Linie die Haushaltsform erfasst. Dadurch werden vor allem alleinlebende Personen gezählt, während Menschen ohne Partnerschaft, die mit anderen zusammenwohnen, nicht automatisch als Singles erfasst werden.

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