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Studie zeigt: Jugendliche bewerten Social Media deutlich positiver als ihre Eltern

  • vor 24 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Eine von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebene Untersuchung zeigt, dass Jugendliche in der Europäischen Union soziale Medien deutlich optimistischer einschätzen als ihre Eltern. Mehr dazu jetzt in den "Besser Leben News".


Fast jede*r Zweite im Alter von 13 bis 18 Jahren (48 Prozent) gibt an, dass Plattformen wie TikTok, Instagram oder Snapchat das eigene psychische Wohlbefinden positiv beeinflussen. Dagegen sehen lediglich 18 Prozent der Jugendlichen negative Folgen. Unter Eltern liegt dieser Anteil mit 36 Prozent doppelt so hoch.


Welche Vorteile Jugendliche in Social Media sehen


Aus Sicht vieler Heranwachsender bieten soziale Netzwerke zahlreiche Chancen. Besonders häufig werden genannt:

  • Unterhaltung und Zeitvertreib

  • Austausch mit Familie und Freundeskreis

  • Das Gefühl, mit anderen verbunden zu sein

  • Möglichkeiten zum Lernen und Informieren


Nicht alle Erfahrungen sind positiv


Trotz der überwiegend positiven Einschätzung berichtet ein erheblicher Teil der Jugendlichen auch von belastenden Erlebnissen. Fast ein Drittel nennt Gefühle wie Stress, Traurigkeit oder soziale Ausgrenzung als negative Begleiterscheinungen der Nutzung.


Darüber hinaus sehen etwa ein Drittel der Jugendlichen keine eindeutigen Auswirkungen auf ihre psychische Gesundheit. Sie bewerten den Einfluss sozialer Medien weder als positiv noch als negativ. Unter den Eltern vertreten rund 42 Prozent diese neutrale Haltung.


Unterschiedliche Wahrnehmung bei der Bildschirmzeit


Die Befragung macht außerdem deutlich, dass Eltern den Medienkonsum ihrer Kinder häufig unterschätzen. Nach Angaben der Jugendlichen verbringen sie an Schultagen durchschnittlich 4,5 Stunden vor Smartphone, Tablet oder Fernseher. An Wochenenden steigt die tägliche Nutzungsdauer auf 6,1 Stunden. Damit liegt die tatsächliche Bildschirmzeit nach Selbstauskunft der Jugendlichen jeweils etwa eine Stunde über den Schätzungen ihrer Eltern.


Eltern äußern größere Sorgen


Während Jugendliche soziale Netzwerke überwiegend positiv betrachten, bewerten Eltern die Auswirkungen deutlich kritischer. Mehr als die Hälfte geht davon aus, dass Bildschirmmedien ihren Kindern schaden können. 36 Prozent befürchten insbesondere negative Konsequenzen für die psychische Gesundheit.


Einigkeit bei möglichen Maßnahmen


Trotz unterschiedlicher Einschätzungen herrscht bei Eltern und Jugendlichen weitgehend Konsens darüber, welche Verbesserungen notwendig wären. Besonders häufig wünschen sich beide Gruppen:

  • eine strengere Durchsetzung der Regeln auf den Plattformen,

  • mehr Medienkompetenz und Aufklärung an Schulen,

  • sowie einen leichteren Zugang zu psychologischer Unterstützung.

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