Unterleibsschmerzen verstehen: Ursachen, Symptome und wirksame Strategien gegen Regelschmerzen
- 9. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Viele Frauen erleben im Rahmen ihrer Periode unangenehme Beschwerden. Besonders Unterleibsschmerzen gehören zu den häufigsten Begleiterscheinungen, die den Alltag stark beeinträchtigen können.
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Was steckt hinter den Schmerzen?
Unterleibsschmerzen während der Menstruation werden medizinisch als Dysmenorrhoe bezeichnet. Sie äußern sich oft als Krämpfe im Bauch, allgemeines Unwohlsein, aber auch als Kopfschmerzen, Übelkeit oder Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Verstopfung. Einige Frauen erleben so starke Beschwerden, dass sie Schule, Arbeit oder andere Alltagspflichten nur eingeschränkt wahrnehmen können. Schätzungen zufolge sind etwa 30 bis 50 % der Frauen davon betroffen.
Man unterscheidet zwei Arten von Menstruationsschmerzen:
Primäre Regelschmerzen: Treten bereits mit der ersten Periode auf und sind nicht durch eine Erkrankung bedingt. Sie können das gesamte fruchtbare Leben begleiten.
Sekundäre Regelschmerzen: Entwickeln sich später und haben oft eine zugrunde liegende gynäkologische Ursache wie Endometriose oder andere Erkrankungen.
Mögliche Gründe für Unterleibsschmerzen
Primäre Menstruationsbeschwerden
Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt, aber man geht davon aus, dass bestimmte Hormone wie Prostaglandine eine Rolle spielen. Sie sorgen für Kontraktionen in der Gebärmutter, die die typischen Krämpfe auslösen.
Weitere mögliche Risikofaktoren:
Familiäre Veranlagung
Rauchen
Starke Blutungen
Unregelmäßiger Zyklus
Keine Schwangerschaften in der Vergangenheit
Frühe Pubertät (11–12 Jahre)
Untergewicht (z. B. BMI < 20)
Sekundäre Menstruationsbeschwerden
Diese treten oft erst nach mehreren Jahren auf und deuten auf eine zugrunde liegende Erkrankung hin. Häufige Ursachen sind:
Endometriose: Schmerzvolle Wucherungen außerhalb der Gebärmutter
Verhütungsmittel: Besonders Spiralen können Beschwerden verursachen
Entzündungen der Gebärmutter oder der Geschlechtsorgane
Adenomyose: Einsprengungen von Gebärmutterschleimhaut im Muskelgewebe
Krebsarten: z. B. Gebärmutterhals- oder Eierstockkrebs
Prämenstruelles Syndrom (PMS)
Spinalkanalverengung
Was kann sofort helfen?
Viele Betroffene finden schon mit einfachen Hausmitteln Linderung. Welche Maßnahmen helfen, ist individuell verschieden – probiere aus, was für dich angenehm ist:
Wärmekissen, Wärmflaschen oder Wärmpflaster auf Bauch oder Rücken
Sanfte Massagen des Bauches
Warmes Baden
Leichte Bewegung wie Yoga oder Spaziergänge
Entspannungstechniken, Meditation
Ausgewogene Ernährung
Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol bei akuten Beschwerden
Beine hochlegen oder mit leicht angewinkelten Knien liegen
Reduzierung von Alkohol, Zucker, Nikotin, Koffein und Salz
Wann ärztliche Hilfe nötig ist
Unterleibsschmerzen sind normalerweise kein Grund zur Panik, doch in einigen Fällen sollte eine medizinische Abklärung erfolgen. Vereinbare einen Termin, wenn du folgende Symptome bemerkst:
Anhaltende Schmerzen nach dem Einsetzen von Verhütungsmitteln
Mehr als drei besonders schmerzhafte Perioden hintereinander
Blutgerinnsel im Menstruationsblut
Krämpfe mit starkem Übelkeitsgefühl oder Durchfall
Schmerzen im Beckenbereich außerhalb der Periode
Fieber oder plötzliche, starke Schmerzen
Faul riechender Ausfluss



