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1971-2026: Politiker Hubert Aiwanger ist tot

vor 1 Stunde
2 Min. Lesezeit

Er war bekannt für seine direkte Sprache, seine Verbundenheit zur Landwirtschaft und seine kompromisslose politische Haltung. Über viele Jahre bestimmte Hubert Aiwanger das Erscheinungsbild der Freien Wähler und verhalf ihnen zum Eintritt in die bayerische Staatsregierung. Jetzt ist der Politiker im Alter von 55 Jahren überraschend verstorben. Alles dazu in den Nachrichten im LSJonline-Mittagsmagazin.


Vom Bauernhof auf die große politische Bühne


Seine Wurzeln hatte Hubert Aiwanger in Niederbayern. Geboren wurde er im Januar 1971 in Ergoldsbach. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er auf einem Bauernhof in Rahstorf im Landkreis Landshut. Später entschied er sich für ein Studium der Agrarwissenschaften.


Die Erfahrungen aus seiner ländlich geprägten Heimat begleiteten ihn während seiner gesamten politischen Laufbahn. Besonders die Anliegen der Menschen außerhalb der großen Städte rückte er immer wieder in den Mittelpunkt seiner Arbeit.


Historischer Erfolg für die Freien Wähler


Einen entscheidenden Meilenstein seiner Karriere erreichte Aiwanger bei der bayerischen Landtagswahl 2018. Unter seiner Führung gelang den Freien Wählern der Sprung in die Regierungsverantwortung. Gemeinsam mit der CSU bildeten sie erstmals eine Koalition auf Landesebene.


Dabei stellte Aiwanger von Beginn an klar, dass seine Partei trotz des größeren Koalitionspartners eigenständig bleiben werde. Sollte die CSU versuchen, "mit uns Schlitten fahren will", würden die Freien Wähler nicht zögern, auszusteigen und die CSU "alleine an die Wand fahren" zu lassen.


Ein Politiker, der polarisierte


Zurückhaltung gehörte nicht zu Aiwangers Markenzeichen. Seine öffentlichen Auftritte waren häufig von deutlichen Formulierungen und zugespitzten Aussagen geprägt. Während seine Anhänger gerade diese Bodenständigkeit und Offenheit schätzten, warfen ihm politische Gegner regelmäßig mangelnde Sensibilität und übertriebene Provokationen vor. Seine unverwechselbare Art sorgte jedoch dafür, dass er weit über die Grenzen Bayerns hinaus wahrgenommen wurde.


Einsatz für das Leben auf dem Land


Ein besonderes Anliegen war ihm der Erhalt ländlicher Lebensweisen. Aiwanger setzte sich dafür ein, dass Traditionen, Landwirtschaft und dörfliche Gemeinschaften ihren Stellenwert behalten.


Auch das Verhältnis zwischen Stadt- und Landbevölkerung sprach er immer wieder an. Menschen aus urbanen Regionen seien selbstverständlich willkommen. Allerdings sollten sie nicht versuchen, "das ganze Dorf zu dressieren" oder den dort lebenden Menschen vorzuschreiben, wie sie ihren Alltag zu gestalten hätten.


Plötzlicher Tod in Berlin


Am Mittwochabend wurde Hubert Aiwanger leblos in einem Hotelzimmer in Berlin entdeckt. Der Politiker wurde 55 Jahre alt. Privat lebte er mit der Landrätin Tanja Schweiger, ebenfalls Mitglied der Freien Wähler, zusammen. Er hinterlässt zwei Kinder.

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