Achtsamkeit im Alltag: Tipps, um deine Pflanzen am Leben zu halten
Eine neue Zimmerpflanze zieht ein – und wenige Wochen später sieht sie leider nicht mehr ganz so glücklich aus? Damit bist du keineswegs allein. Es gibt zahlreiche Gründe dafür, dass die regelmäßige Pflanzenpflege im Alltag untergeht. Das ist kein Grund, sich Vorwürfe zu machen.
Mehr dazu heute in GEFÜHLSSACHE.
Zwischen Arbeit, Pendeln, Stress und anderen Herausforderungen bleibt die Pflege von Zimmerpflanzen manchmal auf der Strecke. Besonders in anstrengenden oder belastenden Lebensphasen kann es schwerfallen, regelmäßig an das Gießen und die sonstige Versorgung zu denken.
Auch bestimmte psychische Belastungen können eine Rolle spielen. Bei Depressionen oder depressiven Phasen kann beispielsweise die fehlende Motivation dazu führen, dass selbst alltägliche Aufgaben viel Energie kosten.
Bei ADHS wiederum kann es passieren, dass das Gießen schlicht vergessen wird – gerade dann, wenn die Pflanzen nicht unmittelbar im Blickfeld stehen.
Kleine Tricks für eine einfachere Pflanzenroutine
1. Mach die Pflanzenpflege sichtbar
Stell deine Pflanzen möglichst dort auf, wo du sie regelmäßig siehst. Stehen sie in einer wenig genutzten Ecke oder hinter anderen Gegenständen, geraten sie schnell in Vergessenheit. Ein gut sichtbarer Standort kann deshalb bereits einen Unterschied machen.
2. Entscheide dich für unkomplizierte Gewächse
Nicht jede Pflanze braucht intensive Pflege. Einige Arten sind deutlich widerstandsfähiger und lassen sich auch durch sichtbare Anzeichen erkennen, wenn ihnen Wasser fehlt. Gerade für Einsteiger können solche Pflanzen eine gute Wahl sein.
3. Ähnliche Pflanzen zusammenstellen
Wenn deine Pflanzen ungefähr dieselben Bedürfnisse haben, wird die Pflege übersichtlicher. Idealerweise musst du dann nicht für jede einzelne Pflanze einen eigenen Gießplan im Kopf behalten.
4. Eine feste Erinnerung einrichten
Suche dir einen bestimmten Wochentag aus, an dem du normalerweise etwas mehr Zeit hast. Ein wiederkehrender Handy-Wecker kann dich zusätzlich daran erinnern, deine Pflanzen zu kontrollieren und bei Bedarf zu gießen.
Warum sich das Hobby trotzdem lohnen kann
Zimmerpflanzen sind nicht nur dekorativ. Hinweise aus wissenschaftlichen Untersuchungen deuten darauf hin, dass Pflanzen und andere natürliche Elemente in Innenräumen mit verschiedenen positiven Effekten verbunden sein können.
Dazu gehören unter anderem:
eine bessere Stimmung
weniger empfundenen Stress
ein gesteigertes Wohlbefinden
mögliche Verbesserungen bei Angst und depressiven Beschwerden
unter bestimmten Umständen eine bessere Aufmerksamkeit und kognitive Leistungsfähigkeit
Als mögliche Erklärung wird unter anderem angenommen, dass natürliche und begrünte Umgebungen Erholung und Regeneration unterstützen können.
Auch beim Pflanzenkauf auf die Umwelt achten
Nicht jede Zimmerpflanze ist automatisch eine nachhaltige Wahl. Gerade beliebte exotische Trendpflanzen können mit einem größeren ökologischen Fußabdruck verbunden sein. Bei manchen Arten kommen zudem Anbaumethoden und Pflanzenschutzmittel zum Einsatz, die in Deutschland beziehungsweise der EU nicht erlaubt sind.
Wer beim Kauf stärker auf Nachhaltigkeit achten möchte, kann beispielsweise auf entsprechende Zertifizierungen und Siegel achten. Dazu zählen unter anderem das EU-Bio-Siegel sowie die Kennzeichnungen von Demeter, Naturland oder Bioland. Auch ein Fairtrade-Siegel kann bei bestimmten Produkten eine Orientierung bieten.



