Achtsamkeit im Alltag: Warum der Wochenstart unseren Körper stärker belastet als gedacht
- vor 3 Tagen
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Kennst du das Gefühl, dass sich schon am Sonntag eine innere Anspannung breitmacht, obwohl das Wochenende noch nicht vorbei ist? Dieses Phänomen ist weit verbreitet – und hat mehr mit unserem Körper zu tun, als man zunächst denkt. Forschende haben sich genauer angeschaut, was hinter dieser unterschwelligen Nervosität vor dem Wochenstart steckt. Mehr dazu jetzt in "Mindful Monday" im LSJonline-Mittagsmagazin.
Der Sonntag beginnt oft ruhig: Man wacht auf, fühlt sich erholt und genießt die freie Zeit. Doch im Laufe des Tages kippt die Stimmung bei vielen. Je näher der Montag rückt, desto stärker werden Unruhe und Stress. Am Abend kann sich daraus ein deutliches Unwohlsein entwickeln – begleitet von Gedanken an Arbeit, Verpflichtungen und die bevorstehende Woche.
Warum der Montag uns belastet
Auf diese „Sonntagsunruhe“ folgt nicht selten ein angespannter Start in die Woche. Wer bereits mit Sorgen einschläft, trägt diese Gefühle häufig in den Montagmorgen hinein. Die Frage liegt nahe: Liegt das nur am Job oder gibt es tiefere Ursachen?
Eine wissenschaftliche Untersuchung hat gezeigt, dass hinter diesem Effekt mehr steckt als reine Arbeitsbelastung. In einer groß angelegten Studie mit über 3.500 älteren Teilnehmenden wurde analysiert, wie sich der Wochenbeginn auf den Körper auswirkt.
Was im Körper passiert
Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Menschen, die sich montags besonders gestresst fühlen, weisen langfristig erhöhte Werte des Stresshormons Cortisol auf. Diese Werte bleiben teilweise über Wochen hinweg erhöht. Überraschend ist dabei, dass dieser Effekt auch bei Personen auftrat, die gar nicht mehr berufstätig sind.
Das deutet darauf hin, dass der Wochenanfang tief in unserer biologischen Stressverarbeitung verankert ist – unabhängig von äußeren Verpflichtungen. Zusätzlich zeigte sich ein Zusammenhang mit der Herzgesundheit: Zu Wochenbeginn steigt statistisch auch das Risiko für Herzprobleme.
Ein kulturell verankerter Stressauslöser
Der Montag scheint also mehr zu sein als nur der erste Arbeitstag. Vielmehr wirkt er wie ein fest verankerter Auslöser für Stressreaktionen im Körper. Diese Reaktion ist so tief eingeprägt, dass sie selbst nach dem Ende des Berufslebens bestehen bleibt.
Wege zu einem entspannteren Wochenstart
Die gute Nachricht: Es gibt Möglichkeiten, diesem Kreislauf entgegenzuwirken. Ein bewusster Umgang mit Stress und gezielte Erholung können helfen, die Belastung zu reduzieren.
Der Schlüssel liegt oft im Sonntag selbst. Wer diesen Tag aktiv zur Regeneration nutzt, kann gelassener in die neue Woche starten. Wie diese Erholung aussieht, ist ganz unterschiedlich: Manche entspannen sich bei Bewegung an der frischen Luft, andere finden Ruhe durch Meditation oder Yoga. Wieder andere schalten einfach bei einer Serie oder einem Buch ab.
Entscheidend ist, eine persönliche Routine zu finden, die wirklich entspannt – und so dafür sorgt, dass der Start in die Woche nicht von Stress, sondern von innerer Stabilität geprägt ist.



