Achtsamkeit im Alltag: Wie der Bodyscan Entspannung in deinen Alltag bringen kann
- Redaktion Mittagsmagazin

- 5. Okt. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Der Bodyscan ist eine Methode der Achtsamkeit, die uns hilft, ein feineres Gespür für unseren Körper zu entwickeln. Ziel ist es, sämtliche körperlichen Empfindungen wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten – weder als angenehm noch unangenehm. Durch dieses achtsame „Abtasten“ des Körpers kann Entspannung gefördert und Stress reduziert werden.
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Auch wenn die Übung zunächst simpel wirken mag, lohnt es sich, ihr Zeit zu geben und eine fundierte Anleitung zu nutzen, besonders am Anfang. Wichtig ist: Man versucht nicht, unangenehme Gefühle sofort zu verändern, sondern nimmt den Ist-Zustand einfach wahr.
Warum der Bodyscan wirkt
Ein regelmäßiger Bodyscan bringt mehrere Vorteile mit sich:
Körperbewusstsein: Du lernst deinen Körper besser kennen und erkennst, wie er sich anfühlt.
Stressabbau: Anspannung wird gelöst, der Körper kommt zur Ruhe.
Leichtere Entspannung: Das Loslassen von innerer Anspannung fällt deutlich leichter.
Harmonie zwischen Körper und Geist: Körper und Psyche stimmen besser miteinander überein.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
So kannst du den Bodyscan durchführen:
Position finden: Lege dich bequem hin, am besten auf den Rücken. Bleibe wach, während der Übung.
Augen schließen oder offen lassen: Schließe die Augen nur, wenn du nicht leicht einschläfst. Andernfalls behalte sie geöffnet.
Gesamten Körper wahrnehmen: Spüre deinen Körper als Ganzes, vom Kopf bis zu den Füßen.
Beginne bei den Zehen: Lenke die Aufmerksamkeit zuerst auf die Zehen des linken Fußes. Nimm alles wahr: Temperatur, Kribbeln, Richtung der Zehen. Hilfreich ist es, den Atem bewusst dorthin zu lenken.
Bewusst atmen: Richte zwischendurch immer wieder die Aufmerksamkeit auf deinen Atem, wie er durch den Körper fließt.
Langsam aufwärts arbeiten: Nach den Zehen folgen Fußsohlen, Fersen, Knöchel, Beine, Rumpf, Arme, Schultern, Hals und schließlich der Kopf.
Empfindungen loslassen: Jede Wahrnehmung soll bewusst registriert, aber nicht festgehalten werden.
Achtsam bleiben: Wenn Gedanken abschweifen, kehre sanft zum Atem zurück.
Tipp: Plane täglich mindestens 45 Minuten für den Bodyscan ein, um die volle Wirkung zu erleben.
Häufige Herausforderungen und Lösungen
1. Einschlafen während der Übung
Gerade nach anstrengenden Tagen neigen viele dazu, einzuschlafen. Besser ist es, die Übung morgens oder zu einer Tageszeit zu machen, in der man wacher ist. Ein gelegentliches Ändern der Körperhaltung kann ebenfalls helfen.
2. Unangenehme Empfindungen
Manchmal tauchen Schmerzen oder Erinnerungen an frühere Verletzungen auf. Es ist wichtig, diesen Empfindungen zu begegnen, Frieden damit zu schließen und sie bewusst loszulassen, anstatt sie zu verdrängen. Das Loslassen kann Zeit brauchen, ist aber lohnenswert.
3. Keine spürbare Wirkung
Stress baut sich oft über längere Zeit auf. Deshalb zeigt sich die Wirkung des Bodyscans nicht sofort. Regelmäßiges Üben über mehrere Intervalle hinweg ist notwendig, um Veränderungen wahrzunehmen. Geduld ist hierbei entscheidend.



